Harburg - Unbekannte haben Gräber auf dem unter Denkmalschutz stehenden ehemaligen Schloss- und Garnisionsfriedhof beschmiert. Die Tat ist

offenbar politisch motiviert. Die Täter werden von der Staatsschutzabteilung, die die Ermittlungen übernommen hat, in der linken Szene gesucht.

Betroffen sind mehrere der 28 noch vorhandenen Gräber, in denen zwischen 1729 und 1886 Offiziere, aber auch normale Bürger Harburgs bestattet wurden. Der Friedhof selbst, der um die 8000 Quadratmeter groß war, dürfte um 1657 entstanden sein. Sterbeverzeichnisse in Kirchenarchiven gehen lediglich bis 1737 zurück. Ursprünglich dürften mehr als 5000 Verstorbene auf dem Friedhof bestattet worden sein. 1870 ging der Friedhof in Stadtbesitz über. 1900, mit Ablauf der Ruhezeit, wurde die größten Teile beseitigt. Es entstand unter anderem die in unmittelbarer Nähe der letzten Grabstellen befindliche Schule. Die besudelten Grabstellen sind mittlerweile wieder gereinigt. zv