100901bomb6Harburg - Ein Bombenblindgänger legt Harburg lahm. Mittwochmorgen entdeckten Kampfmittelräumer auf dem ehemaligen Behördenparkplatz an der Knoopstraße einen 1000 Pfund schweren Bombenblindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg. Dort soll

das neue Bürgerzentrum entstehen. Sofort wurde die gesamte Gegend abgeriegelt. Fluchtartig verließen Anlieger die Gegend. Autobesitzer brachten ihre geparkten Fahrzeuge in Sicherheit. Sprengmeister Burkhardt Mantsch stellte fest, dass der Blindgänger mit einem Aufschlagzünder bestückt ist. Damit ist die Bombe nicht so brisant wie die mit Säurezündern bestückten Fliegerbomben. Trotzdem müssen die Gebäude in einem Umkreis von mehreren hundert Metern evakuiert werden. Das Leben in Harburg stand still. Das Rathaus, das Helms-Museum, das Finanzamt, die Gesamtschule GSH und zahlreiche Wohngebäude waren betroffen. Der Ring: Menschenleer. Eine Hundertschaft der Bereitschaftspolizei war im Einsatz.

Museumsdirektor  Rainer-Maria Weiss gab seinen Mitarbeitern frei. "Es macht keinen Sinn. Wir müssen hier sowieso für die Entschärfung raus." Wolfgang Aschendorf gab den Mitarbeitern seiner Versicherungsagentur frei. "Wir konnten ja nicht mehr arbeiten, mussten raus."

Um 16.44 Uhr begann der Sprengmeister mit der Entschärfung. "Es war nicht schwierig", sagt Mantsch. Die Zünder waren nur leicht verformt und ließen sich gut rausdrehen. So war nach 59 Minuten die Bombe entschärft. Möglicherweise ist das nicht die letzte Bombe dort. Auf dem Gelände wird noch weiter nach Blindgängern gesucht. zv

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