Harburg - Um Bestechung, Bestechlichkeit und Untreue im Zusammenhang mit Aufträgen von Airbus geht es am Donnerstag, den 18. Januar ab 9 Uhr vor dem Amtsgericht Harburg.

Angeklagt ist unter anderem der ehemalige Leiter und technischer Ansprechpartner für die  Neuentwicklung der Kabinenausstattung des zweistrahliges Langstrecken-Großraumflugzeug A350. Er, so der Vorwurf der Staatsanwaltschaft, soll unter anderem durch die Weitergabe von Interna ereicht haben, dass im August 2008 und im August 2010 an eine Firma vergeben wurde. Deren technischer Manager soll den Auftrag an eine Firma mit Sitz auf den Seychellen weitergegeben haben, deren Miteigentümer der Airbus-Manager war. Abgerechnet wurde von Airbus mit der Firma, die den Auftrag ursprünglich bekam. Die leitete die Hälfte der Zahlungen von fast 700.000 Euro weiter an die Firma auf den Seychellen. Der Airbusmanager kassierte dafür laut Staatsanwaltschaft sogenannte Kick-Back-Zahlungen in Höhe von etwa 100.000 Euro. zv