Harburg - Bunt und nass. So feierte Harburg in das neue Jahr. Polizei und Feuerwehr verzeichneten einen eher ruhigen Jahreswechsel. Im Gegensatz zu Harmburg nördlich der Elbe

waren hier keine Großeinsätze zu verzeichnen. Trotzdem hatten die Einsatzkräfte zu tun. In Hausbruch brannte es etwa eine Stunde vor dem Jahreswechsel auf einem Balkon im fübften stock eines Hochhauses. Die Feuerwehr konnte ein Übergreifen der Flammen auf die Wohnung verhindern. Feuerwerk dürfte dern Brand ausgelöst haben.

An der Neuenfelder Straße in Wilhelmsburg ereignete sich ein tragischer Unfall. Dort stürzte auf einer Baustelle ein 32 Jahre alter Mann in einem Gebäude ab. Er fiel vom sechsten in die fünften Stock. Ein Notarzt behandelte den Verletzten, der anschließend ins Krankenhaus kam. Es besteht der Verdacht, dass der Mann eine Querschnittslähmung erlitten hat. Der 32-Jährige war mit seinem Cousin (30) in den Rohnbau gegangen, um besser das Feuerwerk sehen zu können. Dabei hatte er eine Öffnung im Boden übersehen, durch die er abstürzte. Im Schwentnerring sprengten Unbekannte einen Zigarettenautomaten, der an der Außenwand einer Gaststätte hing. Als die Polizei eintraf lag der Automat am Boden. Daneben stand eine Sackkarre. Ein Zeuge berichtete der Polizei, dass er zwei Männer in einem weißen Kastenwagen flüchten sah.

Der Neujahrsmorgen bescherte Frühaufstehern ein besonderes Erlebnis. Während im Hintergrund dunkle Regenwolken abzogen, ließ die tief stehende Sonne den Channel-Tower leuchten. Nur wenige Menschen waren zu dem Zeitpunkt unterwegs. Fleißig waren das bereits die Mitarbeiter der Stadtreinigung, die in Harburger Innenstadt Böllerreste beseitigten. Laut Stadtreinigung war es weniger Müll als im vergangenen Jahr, der hamburgweit zu entsorgen war. Allerdings machten die Böllerbatterien den Kehrmaschinen zu schaffen. Auch an anderen Stellen sah es am Morgen schon wieder passabel aus. Am Milchgrund in Heimfeld, wo an einer Ecke das neue Jahr besonders intensiv beböllert wurde, türmten sich am Morgen noch die leeren Feuerwerksbatterien am Straßenrand. am Mittag waren sie bereits weggeräumt. Schwerere Verletzungen durch Böller meldeten Polizei und Feuerwehr in Harburg und Süderelbe bis zum Mittag des Neujahrsmorgens nicht. zv