Harburg – Haftbefehl gegen Stephan K. (51) wegen Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion. Er hatte nach Erkenntnis der Polizei am Sonntagabend auf dem Bahnsteig

des S-Bahnhofs Veddel Pyrotechnik zur Explosion gebracht. Mittlerweile hat sich ein Mann (68) gemeldet, der verletzt wurde. Er hatte ein Knalltrauma erlitten. Bekannt wurde auch: Der 51-Jährige ist ein ehemaliger Neonazi, verurteilter Totschläger und wegen anderen Delikten der Polizei bekannt. In Harburg wurde er zur Trinkerszene gerechnet.

Der 51-Jährige war 1992 zu einer mehrjährigen Haftstrafe wegen Totschlags verurteilt worden, weil er damals am Busbahnhof Buxtehude zusammen mit einem anderen Neonazi einen 53-Jährigen zusammengeschlagen hatte. Das Opfer, ein Kapitän, hatte gegenüber den Männern Hitler als „größten Verbrecher“ bezeichnet. Der heute 51-Jährige und sein Komplize hatten deshalb derart auf den Mann eingeprügelt, dass der drei Tage später seinen schweren Verletzungen im Krankenhaus erlag.

In den vergangenen Jahren war Stephan K. völlig abgerutscht. Oft hielt er sich im Harburger Trinkermilieu auf. Ob er weiter derWas ihn dazu brachte am Sonntag die Detonation zu verursachen, ist unbekannt. Der Polizei war der 51-Jährige zuletzt wegen Eigentumsdelikten bekannt. In der Neonaziszene spielt er nach Erkenntnissen der Polizei aktuell keine Rolle mehr. Zum Motiv machte der Mann keine Angaben. Die Detonation war durch zwei sogenannte Polen-Böller ausgelöst worden, die etwa 50 Gramm Schwarzpulver enthalten. Sollte der Mann verurteilt werden, droht ihm eine Freiheitsstrafe von nicht unter zwei Jahren zv