Veddel - Gift-Alarm an er Packersweide. Dort waren am frühen Nachmittag auf dem Hof eines Schädlingsbekämpfers beim Verladen vier Fässer

mit jeweils 200 Kilogramm Aluminiumphosphid umgekippt. Eines der Fässer wurde dabei beschädigt. Inhalt trat aus. Der Einsatz begann um 11:32 Uhr. "Über den Notruf 112 ging in der Rettungsleitstelle das Hilfeersuchen ein, dass mindestens ein Fass beschädigt sei und nun brenne, das Firmengelände würde durch Mitarbeiter geräumt", so Feuerwehrsprecher Jan Ole Unger. "Sofort wurde die Alarmstufe "Feuer mit Gefahrstoff und Menschenleben in Gefahr" ausgelöst." Die Feuerwehr rückte mit Spezialkräften der Technik- und Umweltwache an. Aluminiumphosphid bildet in Verbindung mit Wasser giftige Gase. Außerdem beginnt es in Verbindung mit Feuchtigkeit zu brennen. Deshalb kann es nicht mit Wasser, aber auch nicht mit Schaum gelöscht werden. Zum Einsatz wären Pulver und Quarzsand gekommen.

"Die Einsatzstelle lag draußen. Wir haben sie mit Planen abgedeckt, damit kein Wasser an den Stoff gelangt", so Feuerwehrsprecher Werner Nölken. Trotzdem kam es noch einmal zu einer Reaktion, bei der es zu einer leichten Verpuffung kam. Einsatzkräfte unter Vollschutzanzügen richteten die Fässer wieder auf und packten die beschädigten Fässer in Überfässer, die mit trockenem Sand aufgefüllt wurden.

Zunächst war die A255 noch nicht betroffen. Für die Zeit der eigentlichen Bergung der Fässer, zu der auch ein Gabelstapler eingesetzt war, wurde ab 12:15 Uhr die A 255 voll gesperrt. "Dies war eine ausschließlich präventive, aber notwendige Maßnahme für den Fall, dass beim Umpacken der beschädigten Fässer in die Überfässer eine Reaktion mit der vorhandenen Luftfeuchtigkeit hervorgerufen worden wäre", so Unger. Damit war auch die Wilhelmsburger Reichsstraße in Richtung Harburg nicht zu erreichen. Der Verkehr auf der A1 in Richtung Hamburg wurde auf der A1 Richtung Norderelbbrücke weitergeleitet. Gegen 16.50 Uhr wurden alle Sperrungen aufgehoben. Bis zu dem Zeitpunkt waren bereits alle Ausfallstraßen aus der Hamburger Innestadt "vollgelaufen". auf der A1 staute sich der Verkehr in Richtung Süden auf acht Kilometer, in Richtung Norden ab Harburg. Die S-Bahnlinie 3 war von einer Sperrung nicht betroffen. zv