Harburg – Sturmtief Herwart hat auch schwere Schäden im Bezirk Harburg und in Wilhelmsburg angerichtet. Seit 4 Uhr waren die Feuerwehren im Dauereinsatz. Es kam

zu behinderungen auf vielen Straßen. Auch der Zugverkehr war betroffen.

Es waren teilweise riesige Bäume, die umstürzten. Auf dem Fürstenmoordamm hatte ein Autofahrer aus dem Kreis Stade großes Glück. Dort stürzten vier nebeneinander stehende

Bäume auf die Straße. Einer traf den Audi und zerstörte das Dach und zertrümmerte die Windschutzscheibe. Der Fahrer blieb unverletzt. Die Strecke war wegen der Aufräumarbeiten mehrere Stunden gesperrt. Auch der Eißendorfer Pferdeweg in Heimfeld war wegen eines umgestürzten Baums zeitweise blockiert. Auch hier wurde ein Auto beschädigt. Gleich um die Ecke, am Corduaweg stürzte eine Birke um. Sie zerdrückte eine Straßenlaterne und beschädigte die Zufahrt zu einem der neu gebauten Mehrfamilienhäuser. Auch dort wurde ein parkendes Fahrzeug getroffen. In Wilhelmsburg wurde ein riesiger Baum an einem Parkplatz samt Wurzelballen umgerissen. Der mächtige Stamm zermalmte einen geparkten Mercedes. Auch ein Wohnmobil und ein weiteres geparktes Auto wurden von dem Baum getroffen. Die Feuerwehr wurde dort nicht tätig. Das Gelände ist ein Privatparkplatz. Der Verwaltung wird sich um die Beseitigung kümmern müssen.

Auf dem Eißendorfer Pferdeweg beseitigen Feuerwehrleute eine umgestürzte Birke. Foto: André Zand-Vakili

Die Bahnverbindung zwischen Harburg und Neugraben war unterbrochen, nachdem in Höhe Waltershofer Straße Baumteile auf die Gleise gefallen waren. Um 6.45 Uhr stellte das Unternehmen Metronom den Zugverkehr aus sicherheitsgründen ein, nachdem ein Zug mit einem umgestürzten Baum kollidiert war.  Züge, die unterwegs waren, fuhren bis zum nächsten Bahnhof und endeten dort. Ein Ersatzverkehr mit Bussen, so teilte das Unternehmen mit, konnte nicht eingerichtet werden, da die Gefahrensituation auf den Straßen ähnlich hoch war.

Eines der beschädigten Zelte auf dem Hof von Bliefernicht. Foto: André Zand-Vakili

Hamburgweit meldete die Feuerwehr zwischen bis um 11.45 Uhr 800 Einsätze. Die Einsatzstellen, so sagte es Feuerwehrsprecher Werner Nölken, waren über das ganze Stadtgebiet verteilt. Gerade im Bereich Neugraben wurden viele umgestürzte Bäume erst im Laufe des Vormittags entdeckt. In Marmstorf mussten Helfer auf dem Hof von Rainer Bliefernicht anrücken. Dort hatte der Sturm die Zelte erwischt, die für den Laternenumzug am Sonnabend aufgebaut worden waren. 30 Helfer vom spielmannszug und den Schützen rückten an. Bis zum Mittag war augeräumt. "Das Dorfgemeinschaftszelt ist glücklicherweise heil geblieben", sagt Schütze Johannes Tapken. "Eines der größeren und ein kleines Zelt sind aber kaputt."

Am Corduaweg wurde der Zugangsbereich zu einerm der neuen Wohnhäuser zerstört. Foto: André Zand-Vakili


Auch iin den Landkreisen Harburg und Stade gab es schwere Sturmschäden. Die Feuerwehr im ALndkreis Harburg rückte zu rund 400 Einsätzen aus. In zahlreichen Fällen waren Bäume auf Häuser gestürzt. Auf der B75 zwischen Wistedt und Tostedt wurde ein Autofahrer verletzt, als ein Ast während der Fahrt auf seinen Ford Fiesta stürzte auf einen auf der B75 fahrenden Ford Fiesta stürzte. Der Fahrer wurde ins Buchholzer Krankenhaus eingeliefert, blieb aber glücklicherweise  nur leicht verletzt. Sein Wagen ist ein Totalschaden. Auf der B 3 in Höhe Höckel stürzte ein Baum direkt vor ein Auto. Die Fahrerin konnte trotz Vollbremsung eine Kollision nicht mehr verhindern. Die Frau blieb unverletzt, das Fahrzeug wurde leicht beschädig. Bei Marschacht wurde ein Mann durch die Sturmflut im Deichvorland von dem Wasser eingeschlossen. Er wurde gerettet. In Eichholz riss durch einen umstürzenden Baum eine Gasleitung. Die Einsatzstelle musste weiträumig abgesperrt werden. Bei Jesteburg und Buchholz stürzten Bäume auf die Oberleitung der dortigen Bahnstrecken und fingen sofort Feuer. Eine Gefahr für den Zugverkehr bestand nicht. Der war zu diesem Zeitpunkt bereits eingestellt. zv

Feuerwehrleute beseitigen im Landkreis auf ein Haus gestürzte Bäume. Foto: Feuerwehr