Harburg - Großer Rummel bei der Verkehrsstaffel der Polizei am Großmorring. Dort stellte sich die Spezialeinheit gegen "Autoposer" vor. Die neunköpfige Truppe gehört

zur Verkehrsdirektion. In Harburg ist eine der Werkstätten der Verkehrsdirektion, in der auch mal sichergestellte Fahrzeuge auf unerlaubte technische Veränderungen untersucht werden. Kerneinsatzgebiet ist der Bezirk Harburg für die Kontrollgruppe nicht. Die hat mehr in der und rund um die Hamburger Innenstadt zu tun. Zwar gibt es im Bezirk Harburg einige "Rennstrecken", wie die Vollhöfner Weiden, wo sich gern Autofahrer mit ihren PS-starken Kisten bei illegalen Rennen messen. Das haben aber die Videoüberwachungsfahrzeuge der Verkehrsstaffel im Auge.

Der Kontrollgruppe um Oberkommissar Tobias Hänsch (Foto l.) geht es mehr um Autofahrer, die an ihren Fahrzeugen unerlaubte technische Veränderungen durchgeführt haben. Oft ist das Ziel mehr Leistung. Meistens geht es um Lautstärke. So ist es auch bei dem Porsche Panamera mit WL-Kennzeichen, der eines von drei sichergestellten Fahrzeugen ist, die in und vor der Halle gezeigt werden.

Für den Fahrer dürfte die, so zeigt es der Blick unter das Fahrzeug, die stümperhaft wirkende Veränderung an der Auspuffanlage ein "Griff ins Klo" gewesen sein. Die Kiste ist zwar laut, scheppert aber, als wenn eine Murmel im Auspufftopf hin und her springt. Dass auch der auf 700 PS hochgetunte Ford Mustang, der gleich daneben steht, ein WL-Kennzeichen hat, mag Zufall sein. Es zeigt aber, dass die Poser-Szene durchaus im Süden der Stadt Potenzial hat. Bislang hat die Kontrollgruppe einen Platz im Raum Harburg im Visier. Das ist der Harburger Rathausplatz, genauer gesagt der Bereich vor den Shisha-Bars, wo sich gern die heimische Poser-Szene zur Unfreude der Anwohner zeigt. zv