KoehlbrandbrueckeSteinwerder - Blindgängeralarm am Fuß der Köhlbrandbrücke. Auf einem Schrottplatz entdeckten Arbeiter am Freitag eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg. Doch die, so stellte sich erst

nach der Entschärfung heraus, war eine Art sprengstoffloses Schaustück. So lief nach dem Fund die für einen Bombenfund "normale" Maschinerie an. Die Polizei evakuierte das Gelände. Auch angrenzende Betriebe mussten geräumt werden. Insgesamt waren mehr als 100 Personen betroffen. "Die Evakuierung des Gefahrenbereichs war schwierig, weil dort auch viele Laster stehen, in denen die Fahrer schlafen", sagt ein Beamter. Jedes abgestellte Fahrzeug musste überprüft werden.

Zur Entschärfung wurde dann auch die Köhlbrandbrücke gesperrt. Diese konnte schon nach kurzer Zeit wieder für den Verkehr freigegeben werden. Sprengmeister Hermann Borelli begann um 15.54 Uhr mit der Entschärfung der vom Typ her eigentlich mit 450 Kilo Sprengstoff gefüllten amerikanischen Fliegerbombe. Nach 16 Minuten hatte er den Heckzünder aus der Bombe entfernt. Dann die Überraschung. Der Zünder war ein "Fake" in der Bombenhülle war kein Sprengstoff. Möglicherweise war es ein Schaustück, das entsorgt worden war. Dumm: es läßt sich nicht mehr feststellen, woher die Ladung Metall kam, mit der die Bombe auf dem Schrottplatz angeliefert wurde. zv