Heimfeld - Ohne Zwischenfälle ist am Sonntag die Veranstaltung zum Auftakt des Bundeswahlkampfs der AfD in Hamburg in der Friedrich-Ebert-Halle.

260 Demonstranten aus der linken Szene hatten gegen die Parteiveranstaltung protestiert. Die Polizei hatte den Veranstaltungsort abgeriegelt. Maßnahmen von Seiten der AfD, die eine nicht-öffentliche Wahlveranstaltung angemeldet hatte, verhinderten, dass nicht wie 2015 bei einer Veranstaltung der AfD in der Friedrich-Ebert-Halle, Störer in den Saal kamen.

Von dem Krach, den draußen die Demonstranten machten, bekamen die rund 500 Parteigänger der AfD im Saal nichts mit. Sie lauschten den Worten der Spitzenkandidaten Dr. Alexander Gauland und Dr. Bernd Baumann. Die Musik, die aus den Lautsprecherwagen der Demonstranten hämmerte, war im Saal mit keinem Ton zu hören. Dafür waren die Anwohner nahe der Friedrich-Ebert-Halle über Stunden dem Krach ausgesetzt. Um 19.45 Uhr war die AfD-Veranstaltung beendet. Zu dem Zeitpunkt war bereits ein Großteil der Demonstranten verschwunden.

Im Vorfeld der Veranstaltung hatten die sich Anlieger unter dem Eindruck der Krawalle um den G20-Gipfel große Sorgen gemacht. "Es war schon ein Thema im Stadtteil", sagt ein Polizist. "Viele wollten auch wissen, ob sie ihre Läden verbarrikadieren sollen." Das war nicht passiert und auch nicht nötig gewesen. Selbst die An- und Abfahrt der AfD-Spitzenkandidaten verlief störungsfrei. "Wir haben keine Straftaten festgestellt", sagte am Abnd nach Ende der Veranstaltung Harburgs Revierführer Günter Sellmann, der auch den Einsatz am Sonntag geleitet hatte. zv