Harburg - Gleich zwei Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg mussten die Sprengmeister Peter Bodes und Hermann Boerelli am

Mittwoch im Raum Harburg entschärfen. Am Vormittag wurde auf einem Gelände am Moorburger Bogen eine 500 Pfund schwere britische Fliegerbombe gefunden. Der

Blindgänger war bei gezielten Sucharbeiten in rund acht Metern Tiefe entdeckt worden. Sofort wurde die Umgebung abgesperrt, da die Bombe mit einem der berüchtigten Langzeitzünder bestückt war. Durch die Sperrung in dem Bereich kam es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen, da der aus Harburg kommende Verkehr nicht mehr über die Seehafenstraße oder die Stader Straße in Richtung Autobahnauffahrt Moorburg kam. Die Anschlussstelle Heimfeld ist länger gesperrt.
Die Entschärfung selbst dauerte, weil eine in der Nähe verlaufende Treibstoffleitung der dortigen Raffinerie erst leer gepumpt werden musste. Für die Entschärfung war außerdem ein Wall aus Containern gebaut worden, der die Raffinerie schützte. Gegen 15.40 Uhr war der Blindgänger unschädlich gemacht. Zuvor hatte ein lauter Knall angezeigt, dass der Detonator aus der Bombe vor Ort gesprengt wurde. Bereits Ende Mai war auf dem Areal ein Blindgänger entschärft worden.

Unmittelbar nach der Entschärfung fuhren die Sprengmeister zur Hörstener Straße. Dort entschärften sie die sechste Fliegerbombe auf dem Areal, das Ausgleichsfläche für die A26 ist. Auch sie war bei gezielten Sucharbeiten in mehreren Metern Tiefe entdeckt worden. Es handelte sich um eine mit einem Aufschlagzünder bestückte 1000 Pfund schwere britische Fliegerbombe. Für die Aktion waren mehrere Gebäude evakuiert worden. Größere Verkehrsbehinderungen gab es dort nicht. Um 16.53 Uhr war auch dieser Blindgänger unschädlich gemacht worden.

Damit sind in dem Gebiet an der Hörstener Straße die Sucharbeiten nach Blindgängern abgeschlossen. In den vergangenen Monaten waren dort nicht nur Blindgänger, sondern auch Reste eines abgeschossenen viermotorigen amerikanischen Bombers vom Typ B-17 „Flying Fortress“ beseitigt worden. zv