Heimfeld – „Schöner blitzen“ heißt es demnächst an der Stader Straße. Dort, wo seit dem 26. Juli 1999 der klobig-graue „Starenkasten“ als stationäre G

eschwindigkeitsüberwachungsanlage stand, reckt sich jetzt eine schlanke Säule in die Höhe, als wolle sie einen Designpreis erhalten. Es ist die neue „Radarfalle“. Der landläufige Begriff trifft es zwar nicht. Die Anlage vom Typ TraffiStar 350 S misst mit Laser. Es ist eine Hightech-Säule. Die Vorteile liegen laut Katrin Brardt, Sprecherin beim Landesbetrieb Verkehr, auf der Hand. "Sie ist wartungsarmer, hat verbesserte Fototechnik, es sind keine Asphaltarbeiten und Folgearbeiten durch Entfall des bis dato im Fahrbahnbeleg verbauten Messfeldes nötig“, sagt sie. Das ist noch untertrieben. Die Anlage kann mit ihrer Lasertechnik gleich mehrere Fahrzeuge auf beiden Fahrstreifen gleichzeitig messen. Dabei ist sie sogar in der Lage zu erkennen, ob ein Auto, Motorrad oder Lastwagen vorbeirollt. Die Bilder sollen laut Hersteller durch eine „hochauflösende Smartcamer“ gestochen scharf sein. Filmwechsel ist passé. Die Kamera ist digital. Sie werden gleich direkt zur Auswertung geschickt.

Für die Fotos aus der Anlage gibt es eine feste Preisstaffel. Wer 11 bis 15 Stundenkilometer zu schnell ist, zahlt 25 Euro Bei Tempo 16 bis 20 zu viel sind 35 Euro fällig. Wer beispielsweise mit Tempo 101 geblitzt wird, der muss dort 280 Euro zahlen, verliert zwei Monate die Fahrerlaubnis und wird mit zwei Punkten „belohnt“. Völlig kostenlos ist dagegen die Vorbeifahrt bis zur zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 50 Stundenkilometern. Und das sogar so oft man will – ein großer Spaß.
In Betrieb gehen soll die Anlage zwischen dem 22. und 30. Juni. Vorher sind noch einige Arbeiten und die Eichung nötig. zv