Harburg - Feuer im Phoenix-Viertel. 19 Menschen, darunter acht Kinder sind in der Nacht zum Sonnabend verletzt worden, als es an der Reinholdstraße

in einem dreigeschossigen Mehrfamilienhaus zu einem Feuer kam. Der Brand war gegen 1.30 Uhr ausgebrochen. Er soll, so hieß es, von einem Kinderzimmer aus ins Treppenhaus des Altbaus überegsprungen sein. Dort ging dann auch ein abgestellter Kinderwagen ins Flammen auf. Vielen Bewohnern war durch die enorme Qualmentwicklung der Fluchtweg abgeschnitten. "Auf Grund der Vielzahl der Anrufe in der Rettungsleitstelle wurde die Alarmstufe in kurzer Folge und noch auf der Anfahrt der ersten Einsatzkräfte auf Feuer mit Menschenleben in Gefahr, zwei Löschzüge erhöht", sagt Feuerwehrsprecher Jan Ole Unger.

Die Feuerwehr gab Großalarm und schickte zwei Züge der Berufsfeuerwehr sowie Angehörige der Wehren Harburg, Rönneburg und Sinstorf, insgesamt 65 Mann, zum Brandort. Dort retteten die Einsatzkräfte zahlreiche Bewohner unter Fluchthauben durch das Treppenhaus oder über eine Drehleiter. Viele, darunter eine sechsköpfige Familie, hatten bereits eine Rauchvergiftung erlitten. "15 Bewohner, darunter vier Kinder, aus akuter Lebensgefahr gerettet", so Unger. Sie wurden, wie weitere Verletzte, vor Ort versorgt. Dann kamen sie in verschiedene Krankenhäuser. Selbst bis in die Uniklinik Eppendorf wurden Verletzte gebracht. Niemand ist in Lebensgefahr. Bis zum Morgen konnten die meisten Eingelieferten wieder entlassen werden.

Das Gebäude wurde als unbewohnbar erklärt. Das Bezirksamt beauftragte den Maltester Hilfsdienst mit der Unterbringung der Bewohner. Unklar ist bislang die Ursache des Feuers. Brandermittler des Landeskriminalamtes haben die Ermittlungen übernommen. zv