Gut Moor – Einen Tag nach der Entschärfung des Blindgängers am Moorburger Bogen ist erneut eine Fliegerbombe unschädlich gemacht worden. Auch in diesem

Fall handelte es sich um eine 500 Pfund schwere britische Fliegerbombe. Sie war mit einem Aufschlagzünder bestückt. „Das Gewinde der Hülse für den Detonator war verbogen. Das machte die Sache schwierig“, so ein Sprengmeister.

Schwierig war auch die Bergung. Der Blindgänger lag etwa viereinhalb Meter tief im Torfboden nahe der Hörstener Straße. Für die Bergung musste ein Schacht gegraben und Grundwasser abgepumpt werden.
Der Sprengmeister legte für die Entschärfung einen Sperrradius von 500 Metern um die Fundstelle fest. „Hiervon waren mehrere Wohnhäuser und Gewerbebetriebe betroffen, die durch die Polizei  geräumt wurden“, sagt Feuerwehrsprecher Jan Ole Unger. In der Grundschule Rönneburg wurde eine Sammelstelle für die Betroffen eingerichtet. Insgesamt waren 176 Personen von der Evakuierung betroffen. Zwei ältere Menschen, die nicht mehr gehen können, wurde mit Rettungswagen von der Feuerwehr und dem DRK abgeholt. Außerdem musste die Bahnlinie Hamburg-Lüneburg während der Entschärfung komplett gesperrt werden. Hier kam es zu Verspätungen im Zugverkehr.

Es ist bereits der vierte Blindgänger, der innerhalb kurzer Zeit auf dem Areal entschärft wurde, das als Ausgleichsfläche für die A26 hergerichtet wird. Offenbar stammte die Bombe aus einem Fehlabwurf. In dem Gebiet gab es keine Ziele. Der ausgebauteZünder verriet auch, wann etwa die Bombe abgeworfen wurde. Anhand einer Nummer konnte man feststellen, dass er erst 1945, also kurz vor Kriegsende, hergestellt wurde. zv