Wilhelmsburg - Während in Hamburg die befürchteten Krawalle angesichts einer deutlichen Polizeipräsenz größtenteils ausblieben, haben Vermummte am Montagabend in der Veringstraße

die Deutsche Bank angegriffen und Scheiben zerstört. außerdem hinterließen sie am Tatort Plakate mit Bezug zum Anfang Juli stattfindenden G20-Gipfel. Anschließend flüchtete die etwa 30köpfige Gruppe. Dabei demolierten die ganz in schwarz gekleideten Täter noch ein Kiosk. Die Staatsschutzabteilung des Landeskriminalamtes hat die Ermittlungen übernommen. Die Täter werden im linksautonomen Umfeld vermutet.

Vergleichbare Anschläge auf Objekte mit direktem Bezug zum Gipfel, wie die zentrale Gefangenensammelstelle an der Schlachthofstraße in Harburg, blieben aus. Die Anlage im ehemaligen Lebensmittelgroßmarkt ist stark gesichert. In den vergangenen Wochen wurde nicht nur das Gelände mit sogenannten Nato-Draht gesichert. Auch die angrenzende Bahnstrecke ist mit dem Draht in Richtung Hannoversche Straße abgeriegelt worden. Außerdem steht das Gebäude unter dauernder Bewachung von Polizei und sicherheitsdienst. zv