Harburg – Die Kriminalität ist im Bezirk Harburg deutlich zurückgegangen. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 16.204 Straftaten angezeigt. Das sind 6,1 Prozent weniger als im Vorjahr.

Besonders starke Rückgänge gab es in Harburg direkt mit  -11 Prozent und in Hausbruch mit -16,1 Prozent. Damit ist nach einem starken Anstieg die Kriminalität wieder auf das Niveau von 2014 zurückgefallen. Damals gab es 16.508 Straftaten im Bezirk.

Der Rückgang der Kriminalität im Harburger Kernbereich ist vor allem auf einen Rückgang bei den Diebstahlsdelikten, -896 Fälle, und Sachbeschädigungen, -97 Fälle, zurückzuführen. Einen Anstieg gab es dagegen bei den Köperverletzungen um 7,3 Prozent, +47 Fälle, den schweren Körperverletzungen um 16,7 Prozent, +27 Fälle, und den Rauschgiftdelikten um 54,8 Prozent, +69 Fälle. Auch die Zahl der Autoaufbrüche stieg im Gegensatz zu fast anderen Stadtteilen im Stadtteil Harburg an, +17,7 Prozent oder 35 Fälle. Für Hausbruch ergibt sich ein vergleichbares Bild. Auch dort gingen die Diebstähle und Sachbeschädigungen auffällig zurück.

Die Entwicklung nach Delikten im Bezirk

Schlecht war die Entwicklung im vergangenen Jahr im Bezirk beim Wohnungseinbruch. Hier gab es eine Steigerung von 17,5 Prozent von 651 Taten in 2015 auf 765 Taten im vergangenen Jahr. Die Aufklärungsquote stieg leicht von 9,7 Prozent auf 10,1 Prozent. Besonders hohe Steigerungen gaben es in Heimfeld mit 81,3 Prozent, +52 Taten, in Eißendorf um 51,7 Prozent, +45 Taten, und in Hausbruch um 34,6 Prozent, +27 Taten. Einen signifikanten Rückgang gab es im Harburger Kernbereich. Dort ging die zahl der Einbrüche um 18,2 Prozent von 88 Taten in 2015 auf 72 Taten im vergangenen Jahr zurück.

Die Zahl der Raubüberfälle ging um 19,4 Prozent auf 162 Taten zurück. Knapp die Hälfte der Fälle, 77, passierten in Harburg. Dahinter liegt Neugraben-Fischbik mit 22 Fällen.

Einen Anstieg um 8,8 Prozent gab es bei den Körperverletzungen. Das sind 1813 Fälle oder 146 Taten mehr  als 2015. Gut ein Drittel aller Taten passierten in Harburg. Besonders auffällig ist der Bereich Neugraben-Fischbek, wo die Zahl der Körperverletzungen um 31,8 Prozent oder 68 Taten auf 282 Fälle anstieg.

Bei den gefährlichen Körperverletzungen gab es ein Plus von 2,1 Prozent auf 444 Taten. Besonders betroffen ist Harburg mit einem Anstieg um 16,7 Prozent auf 189 Taten.

Die Zahl der Autodiebstähle ging im Bezirk von 18,5 Prozent auf 110 Fälle zurück. Die meisten Autos, 31, wurden in Heimfeld gestohlen.

Bei den Autoaufbrüchen blieb die Zahl der Taten mit einem leichten Minus von 0,3 Prozent nahezu konstant. 973 Fälle wurden vergangenes Jahr angezeigt. Die meisten Autoaufbrüche gab es in Harburg, 233, Heimfeld, 159, Eißendorf, 139, und Neugraben-Fischbek, 117.

Der Fahrraddiebstahl ging im Bezirk um 14,2 Prozent auf 621 Fälle zurück. Die Entwicklung ist konträr zu Hamburg, wo die Zahl insgesamt um 1,6 Prozent anstieg. Nur jedes 28. In Hamburg gestohlenes Fahrrad kam in Harburg weg.

Beim Ladendiebstahl betrug der Rückgang 18,3 Prozent. Das entspricht einem Minus von 384 Fälle.  Der Großteil der 1709 erfassten Ladendiebstähle passierte mit 1332 Fällen in Harburg.

Der Taschendiebstahl ging um 5,3 Prozent auf 663 Fälle zurück. Auch hier passierte der Großteil, 417 Fälle, in Harburg.

Sachbeschädigung: Hier gab es einen Rückgang von 8,5 Prozent auf 1414 Taten. Schwerpunkte sidn Harburg, Neugraben-Fischbek, Heimfeld, Wilstorf und Eißendorf.

Die Drogendelikte stiegen um 35,4 Prozent auf 436 Taten an. Der Großteil, 195 Fälle wurde in Harburg festgestellt, wo der Anstieg 54,8 Prozent betrug. Auch in Neugraben-Fischbek gab es mit einem Plus von 25,5 Prozent einen auffallenden anstieg auf 64 Fälle. Auffallend ist, dass der gerade die Taten, bei denen Drogenhändler festgenommen wurden, in Harburg rasant, +245,5 Prozent auf 38 Fälle anstieg. Damit wurde jeder zweite im Bezirk aufgeflogene Drogenhandel in Harburg abgewickelt. zv