Harburg – So einen kuriosen Unglücksfall hatte die Feuerwehr wohl lange nicht mehr. Aus Muhboot wird U-Boot. Tatsache. Los ging es gegen 7.30 Uhr. Björn Broertjes, Eigentümer des

Bootslagerungsbetriebes: „Meine Frau hörte ein Muhen.“ Es war die Lila Kuh auf dem Muhboot, einem Promotionschiff, dass für die berühmte Schokoladenmarke auf Tour geht. Wasser war in das Schiff eingedrungen und hatte den Ton der Kuh immer wieder ausgelöst. Erst als die Feuerwehr da war, hörte das Muhen auf – Kurzschluss.


Die Einsatzkräfte konnten zunächst nicht viel tun. Mehrere Segelschiffe, die dort wie das Muhboot überwintern, wurden verholt. Dann musste das etwa 35 Meter lange Schiff mit der Lila Kuh gesichert und eingeschlängelt werden. Mehr war nicht drin. Vermutlich muss ein Schwimmkran geholt werden, damit das 100 Tonnen schwere Muhboot geborgen werden kann.

Gebaut wurde das Muhboot übrigens in Harburg. Eigentlich war es für eine Aktion vorgesehen. Weil es so gut lief, wurde es weiter genutzt, ausgebaut und mit einem neuen Motor bestückt. In Harburg war es jetzt, um zu überwintern.

Warum das Muhboot zum U-Boot wurde, ist unklar. Die Wasserschutzpolizei ermittelt. zv