Harburg - Zum Auftakt des Prozesses um die Todesschüsse im Juni in der Steinikestraße hat der Angeklagte die Tat zugegeben. Er habe aus

Wut darüber, dass seine Freundin von deren Vater für den Betrag von 20.000 Euro mit einem anderen Mann verheiratet werden sollte abgedrückt. Kugeln trafen den 43-Jährigen in Kopf und Oberkörper. Er starb am Tatort.

Roberto F. gab vor Gericht an, dass er vor der Tat in einem Bordell war und sich mit Alkohol und Kokain zugedröhnt habe. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Mord, also eine geplante Tat vor. Das belege aus Sicht der Anklage der Umstand, dass der Mann gegenüber Verwandten die Tat angekündigt habe. Angeklagt sind zwei weitere Familienmitglieder, die den Täter unterstützt haben sollen. Roberto F. und das Opfer stammen aus serbischen Roma-Familien. Weil nach der Tat Racheakte befürchtet wurden, war im Bereich Harburg über Tage verstärkte Polizei unterwegs. zv