Harburg - Razzia der Soko „Castle“ an der Baererstraße. Am Freitagabend stürmten rund 70 Beamte einen bosnischen „Kulturverein". Das Ergebnis: Neun der 32

dort anwesenden Personen, also fast 30 Prozent der überprüften Personen, halten sich illegal in Deutschland auf. Einer der Männer wurde bereits seit 2014 wegen illegalen Aufenthalts mit Haftbefehl gesucht. Alle neun Männer wurden festgenommen.

Die Soko „Castle“, die zur Bekämpfung der durch organisierte Banden verübten Einbruchskriminalität eingerichtet wurde, überprüft immer wieder Orte, die von den Ermittlern als Treffpunkte von Personen aus der Einbrecher-Szene ausgemacht werden. Das der Verein in der Baererstraße Ziel wurde, hat einen konkreten Grund. "Vorangegangene Ermittlungen hatten Hinweise darauf ergeben, dass der Kulturverein als möglicher Anlaufpunkt und Rückzugsort für Einbrecher anzusehen ist", heiß es von der Polizei.

Beamte der Soko bei der Razzia vergangenen Oktober. Foto: zv

In Harburg ist es nicht der erste Einsatz der Soko. Gleich um die Ecke in der Wilstorfer Straße hatte vor knapp einem Jahr eine Razzia mit gleichem Ziel in einem anderen „Kulturverein“ stattgefunden. Das jetzt wieder so ein Einsatz erfolgte, ist kein Zufall. Es sollte ein gut platzierter Warnschuss in die Szene hinein sein. Das untermauert auch die Aussage von Polizeisprecher Timo Zill. „Mit Beginn der dunklen Jahreszeit steigen die Fallzahlen im Wohnungseinbruch erfahrungsgemäß an“, sagt Zill. „Wir wissen, dass insbesondere reisende Straftäter nach Hamburg kommen, um hier Einbruchstaten zu begehen.“ Das Phoenix-Viertel, insbesondere einzelne „Kulturvereine“, wird dabei ganz offensichtlich weiterhin als Anlaufpunkt für Einbrecher gesehen. Mit dem Einsatz haben man laut Zill „ein deutliches Signal gesetzt, dass es sich für diese Täter nicht lohnen soll, nach Hamburg zu kommen“. zv