Waltershof – Alle Versuche das Feuer im Laderaum des Containerriesen CCNI Arauco mit Kohlenstoffdioxid zu löschen, sind fehlgeschlagen.

Jetzt wird der betroffene Laderaum von der Feuerwehr mit Wasser geflutet. So soll das Feuer gelöscht werden. Die noch in dem Bereich Befindliche Ladung ist vermutlich ein Totalschaden. Die Löscharbeiten könnten noch bis Sonnabend andauern. Am Freitagmittag war die Feuerwehr wieder mit rund 70 Mann im Einsatz. Die Wasserschutzpolizei hat wieder die Ermittlungen übernommen und eine Ermittlungsgruppe eingerichtet.

Gleich mehrfach war in der Nacht zum Freitag der mit Luken verschlossenen Laderaum im hinteren Bereich des 300 Meter langen Containerfrachters mit CO2 geflutet worden. So sollte das Feuer erstickt werden. Die Aktion war ein Fehlschlag. Schon am Abend waren wieder ansteigende Temperaturen im Laderaum gemessen worden. Nach weiterem Einsatz von CO2 sah es so aus, als wäre der Brand im Griff. Dann, als am Mittag die Luken wieder geöffnet wurden, war klar, dass es noch immer brennt. „Das Feuer hatte sich schon zu stark ausgebreitet. Kohlenstoffdioxid ist eher für einen sehr frühen Einsatz geeignet“, so ein Experte.

Die Feuerwehr richtet sich mittlerweile auf eine weitere Nacht an der Einsatzstelle ein. Allein das Fluten des Laderaums, in den jede Minute rund 40 Kubikmeter Wasser gepumpt werden, soll um die sechs Stunden dauern. Später muss aus dem vom Feuer betroffene Bereich das Wasser wieder herausgepumpt und die Ladung geborgen. Zur Unterstützung der Hamburger Feuerwehr, die mit bis zu 300 Mann gleichzeitig ivor Ort war, kamen Einsatzgruppen aus Kiel und Bremerhaven zum Einsatz. Auch das Mehrzweckschiff Neuwerk war den ganzen Freitag im Einsatz.

Unklar ist der genaue Umfang des Schadens. In dem betroffenen Bereich sind zahlreiche Container mit unterschiedlichsten Waren gelagert. Gefahrgut war, bis auf ein Elektroauto, nicht in dem Bereich. Wegen des Flutens des Laderaums mit Wasser und den vorher hohen Temperaturen durch das Feuer wird davon ausgegangen, dass die Ladung in dem Bereich als Komplettverlust angesehn werden muss.

Mittlerweile herrscht auch mehr Klarheit über den Ablauf des Brandausbruches. Arbeiter hatten Schweißarbeiten durchgeführt, die unterbrochen wurden. Als sie gegen 13 Uhr die Arbeit wieder aufnehmen wollten, kam es zu einer Verpuffung. Dadurch entstand ein Feuer, das von einem Container schnell auf darüber gestapelte Container übergriff. Schließlich hatten mindestens drei Lagen Container im Inneren des Schiffes gebrannt. zv