Feuer auf Containerfrachter

Waltershof – Schwierige Löscharbeiten im Waltershofer Hafen. Dort war am Donnerstagmittag auf dem Containerriesen CCNI Arauco zu einem Feuer gekommen. Der Brand war in einem hinteren Laderaum des 300 Meter langen Frachters ausgebrochen.

Die Feuerwehr gab 5. Alarm und war mit bis zu 300 Einsatzkräften vor Ort. Auch am Morgen nach dem Brandausbruch war das Feuer noch nicht unter Kontrolle. Der Einsatz von Kphlenstoffdioxid brachte zunächst nicht den gewünschten Erfolg. Mehrfach musste in der Nacht weiteres CO2 in den Laderaum gepumpt werden. Am Morgen sollen die während der Löscharbeiten verschlossenen Laderäume geöffnet werden. Zuvor war festgestellt worden, dass die Temperatur im Schiffsinneren gesunken war. "Wir werden dann sehen, wie es wietergeht", hieß es von seiten der Feuerwehr. Die Zahl der Einsatzkräfte konnte am Morgen auf 35 reduziert werden.

Der nächtliche Kühleinsatz der Neuwerk an dem Containerriesen. Foto: zv

Das Feuer war am Donnerstag gegen 13 Uhr ausgebrochen. Schnell entwickelten sich in dem Ladenraum hohe Temperaturen.  Die Einsatzkräfte kamen nicht an den Brandherd heran. "Die Flammen fressen sich von Container zu Container", hieß es am Nachmittag. Gegen 17 Uhr wurden die riesigen, etwa 20 mal 20 Meter großen Lukendeckel auf den Laderaum gesetzt. Eine Option ist es danach, den Laderaum über die bordeigene Löschanlage mit Kohlenstoffdioxid zu fluten, um den Brand zu ersticken. Der erste Einsatz dieses Löschmittels brachte nicht den gewünschten Erfolg. Am späten Abend wurden wieder ansteigende Temperaturen im Laderaum gemessen. Die Feuerwehr setzte deswegen gegen 22.45 Uhr und 2.25 Uhr noch einmal Kohlenstoffdioxid ein.

Feuerwehrmänner mit Langzeitatmern sind in den Halterungen für Container über Deck. Foto: ma

Das Feuer war nach ersten Erkenntnissen der Einsatzkräfte bei Schweißarbeiten ausgebrochen. Bei den Arbeiten hatte es eine Verpufffung gegeben. Danach stand zunächst ein Container in Flammen. Drei Arbeiter brachten sich rechtzeitig in Sicherheit. Sie kamen mit leichteren Verletzungen ins Krankenhaus und konnten mittlerweile wieder entlassen werden. Betroffen ist der alderaum direkt hinter der Brücke. In dem Bereich ist ein als Gefahrgutladung gekennzeichneter Container geladen. Es handelt sich um Autobatterien. Gefahrgutcontainer lagern ansonsten im vorderen Bereich des Schiffes, der nicht gefährdet ist., "Expolsive oder radioaktive Stoffe sind auf dem Schiff gar nicht geladen", sagt Feuerwehrsprecher Werner Nölken.

Die Innenbehörde löste am Donnerstag Katwarn aus, um wegen der Rauchbelästigung zu warnen. Betroffen sind die Bereiche Waltershof und Teile des Hafens, sowie, wegen des herrschenden Westwindes, die Hafencity und sogar noch Teile von Hamm. Vor Ort sind auch Angehörige mehrerer Freiwilliger Wehren aus dem Bereich Harburg., darunter Finkenwerder, Neuenfelde, Francop, Harburg und Sinstorf.

„Die Löscharbeiten sind sehr schwierig“, so ein Feuerwehrsprecher gegenüber von harburg-aktuell am Nachmittag. „Es ist sehr eng und sehr heiß.“ Die Löschtrupps müssen unter Langzeitatemgeräten arbeiten. Von der Wasserseite sind ein Löschboot und ein Schlepper im Einsatz. Am Nachmittag wurde das Mehrzweckschiff Neuwerk nach Hamburg beordert. Es ist auf Helgoland stationiert und kreuzt in der Elbmündung. Von der Wasserseite wird vor allem der Schiffsrumpf gekühlt, damit sich die Schiffshülle nicht verzieht. Auf der Landseite stehen Teleskopmastfahrzeuge.

Wegen des Feuers kam es zu starken Behinderungen auf der A7. Zeitweise waren die Terminals gesperrt worden. Lastwagen stauten sich bis auf die Aitobahn zurück. auch viele Autofahrer bremsten auf der in Höhe des Brandortes auf Stelzen stehenden Autobahn ab. In Richtung Norden staute sich der Verkehr auf sieben, in Gegenrichtung auf 18 Kilometern. zv

Ein Blick auf den in Brand stehenden Laderaum. Foto: Polizei