100524HaengerJork - Schlimmes Ende der traditionellen Pfingstour im Alten Land. Mitten in Jork kippte ein Hänger um, auf dem 26 junge Leute fröhlich feierten. Das von einem Trecker gezogene Gefährt war in einem Kreisverkehr umgestürzt. Viele

der Feiernden kommen aus Neuenfelde, Cranz oder dem Raum Neugraben.

Es war kurz nach 8 Uhr, als am Pfingstsonntag die Unglücksmeldung bei der Feuerwehr eintraf. Die schickte sofort ein Großaufgebot zum Unglücksort, dem zentralen Kreisverkehr in Jork. Dort lag der mit viel Grün geschmückte Hänger auf der Seite. Rund herum lagen und hockten die Insassen. Sie waren aus dem Anhänger heraus gepurzelt. Feuerwehrleute, Notärzte, die Besatzungen von acht Rettungswagen, Polizeikräfte, insgesamt 120 Einsatzkräfte betreuten die Verletzten, sicherten Spuren oder leiteten den Verkehr um. "Die meisten der jungen Leute wurden leicht, zwei schwerer verletzt", sagt ein Polizist. 16 der Verletzten kamen ins Krankenhaus. Die restlichen Jugendlichen wurden vor Ort behandelt. Danach wurden sie von ihren Eltern oder Freunden abgeholt.

Die Pfingsttour über den Obstmarschenweg zum Pfingstmarkt in Neukloster ist seit Jahren eine riesen Gaudi. Vor allem jüngere Leute machen mit. Dieses Jahr waren 30 solcher von Treckern gezogenen Gefährte mit etwa 500 jungen Leuten bei der Tour dabei.

Warum der Hänger in dem Kreisverkehr umstürzte, ist noch nicht abschließend geklärt. Die Polizei rechnet nicht mit einem schnellen Ergebnis. Nach Einschätzung der Ordnungshüter dauert es Wochen, bis alle Beteiligten befragt sind. Im Focus der Ermittlungen ist Treckerfahrer Holger D. (39) aus Neuenfelde. Er hatte den Kreisel zwei Mal umfahren. Zu den Ermittlungen zog die Polizei auch einen Sachverständigen der Dekra hinzu. Er soll den Unfallhergang genau rekonstruieren. Unter anderem soll festgestellt werden, ob der Fahrer zu schnell gewesen ist. zv