160609Schiesse1Harburg – Knapp zwei Wochen nach den tödlichen Schüssen in der Steinikestraße, bei der ein 43 Jahre alter Mann regelrecht hingerichtet worden ist, haben Zielfahnder den

mutmaßlichen Schützen festgenommen. Die Beamten spürten bereits am Freitag Robert F. in Langenhorn auf. Der Mann, der bereits wegen zahlreicher Straften der Polizei bekannt ist, wurde dem Untersuchungsgefängnis zugeführt.

Die Tat in der Steinikestraße hatte überregional für Aufsehen gesorgt. In der Nähe einer Schule war der 43-Jährige durch einen Kopfschuss getötet worden, als er in sein Mercedes Coupé stieg. Zahlreiche Schüler, die zu der Zeit auf dem Weg zur schule waren, hatte die Tat mitbekommen und mussten betreut werden.

Die Polizei hatte im Rahmen der Sofortfahndung zwei Männer festgenommen, von denen ein 20-Jähriger wegen dem Vorwurf der Beihilfe zum Mord in Haft sitzt. Zudem hatten Polizisten nach den Schüssen mehrfach Häuser in Eißendorf durchsucht. Dabei war am Beerentalweg eine Waffe sichergestellt worden.

Die tödlichen Schüsse in der Steinikestraße waren bisheriger Höhepunkt in einem Konflikt zweier serbischer Roma-Familien. Das genaue Motiv der Tat ist nebulös. Es soll um eine Zwangsheirat im Zusammenhang mit der 19 Jahre alten Tochter des Opfers gegangen sein. Bekannte hatten berichtet, dass der 43-Jährige die Tochter nicht für eine Zwangsheirat freigeben wollte. Allerdings stammt der mutmaßliche Schütze nicht aus der Familie, in die die 19-Jährigen verheiratet werden sollte. Vielmehr gehört er nach Erkenntnissen der Polizei zu der Familie, aus der Freund der 19-Jährigen stammt. Zudem hieß es, dass bereits Brautgeld für die 19-Jährige bezahlt worden sein soll.

Mit der Festnahme des mutmaßlichen Schützen ist für die Polizei der Fall längst nicht erledigt. In den letzten Wochen waren verschiedene Schutzmaßnahmen durchgeführt worden, weil befürchtet worden war, dass es zu Racheakten kommt, die die Familie des Schützen treffen kann zv

Veröffentlicht 26. Juni 2016

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