100506ReetdachEißendorf - Es ist ein echtes Schmuckstück geworden. Am Kirchenhang ist das Reetdachhaus wie Phoenix aus der Asche auferstanden. Hell leuchtet das Reet auf dem frischgedeckten Dach. Noch in diesem Sommer ist es bezugsfertig.

Was historisch wirkt, ist ein top-modernes Gebäude. Das Reetdachhaus wurde zwar anhand der alten Pläne neu errichtet. Energetisch beispielsweise ist es aber auf dem neuesten Stand. "Es ist in diesem Bereich jedem modernen Haus ebenbürtig", sagt Architekt Bernd Lietzke. "Da es ein Neubau ist, muss es natürlich auch der Energieeinsparverordnung entsprechen." Das solche Häuser nur sehr selten gebaut werden, hat auch einen finanziellen Grund. Sie sind teurer als Fertighäuser.
Vom Mitte Januar 2009 abgebrannten Bauernhaus, das genau an derselben Stelle stand, ist nichts mehr übrig. Das um 1840 gebaute Gebäude hatte unter Denkmalschutz gestanden. Es war eines der wenigen Reetdachhäuser in Harburg, welches noch sehr ursprünglich war. Zwar war 1920 im Erdgeschoss das Mauerwerk erneuert worden. Ansonsten war jedoch noch viel der Bausubstanz im Originalzustand. Eine Besonderheit waren die sehr alten Fenster.
Vom Gebäude her selbst war das Fachwerkhaus 1840 nichts Besonderes. Es war eines der kleineren kombinierten Wohn- und Wirtschaftsgebäude, in welchem Kleinbauern lebten. zv

100506Reet4 100506Reet3 100506Reet2