EinbruchHarburg – Der Bezirk Harburg muss die höchste Steigerung der Kriminalität aller Bezirke in Hamburg verkraften. Das wurde bei der Vorstellung der Kriminalstatistik durch

Innensenator Andy Grote bekannt. 17.252 Taten ereigneten sich im Bezirk im vergangenen Jahr. Das entspricht einer Steigerung von 4,5 Prozent oder 744 Taten. Fast die Hälfte aller im Bezirk registrierten Straftaten ereigneten sich im Stadtteil Harburg. 8152 Fälle wurde hier angezeigt. Das entspricht einer Steigerung von 902 Taten oder 12,4 Prozent.

Besonders der Diebstahl belastet den Harburger Kernbereich. 4137 Taten, mehr als die Hälfte der Gesamtkriminalität, entfällt auf diesen Deliktsbereich. Im vergleich zum Vorjahr sind das 549 Fälle mehr. Das entspricht einer Steigerung von 15,3 Prozent. Ein großer Teil davon entfiel auf Ladendiebstähle. Hier wurden 30,3 Prozent mehr Taten als im Vorjahr registriert. Insgesamt wurde im Stadtteil Harburg 1459 Taten im Jahr 2015 angezeigt

Auch bei den Körperverletzungsdelikten sind auffallende Steigerungen zu verzeichnen. Die Zahl der gefährliche und schweren Körperverletzungen nahm um 11,7 Prozent zu und liegt jetzt bei 130 Fälle. Die Zahl der Körperverletzungen im Stadtteil insgesamt stieg um 22.2 Prozent auf 645 Fälle.

Bei den Sachbeschädigungen ist Harburg ebenfalls Problemstadtteil. 458 Fälle, 23,1 Prozent mehr als im Vorjahr, kamen 2015 zur Anzeige

Die Zahl der Wohnungseinbrüche stieg mit 4,5 Prozent unterproportional im Vergleich zu ganz Hamburg. Besonders belastet sind die Bereiche Neugraben-Fischbek gewesen, in dem sich 2015 die Zahl der Einbrüche um 7,2 Prozent auf 149 erhöhte, und das angrenzende Hausbruch, wo 52,9 Prozent mehr Einbrüche, insgesamt 78, gezählt wurden. Damit passierten mehr als ein Drittel aller 651 im vergangenen Jahr im Bezirk verübten Einbrüche in diesen beiden Stadtteilen.

Die Zahl der Autoaufbrüche ging dagegen deutlich zurück 976 Taten, 135 weniger als 2014, wurden im vergangenen Jahr angezeigt. Besonders viele Taten ereigneten sich im Stadtteil Harburg (198 Taten) und Neugraben-Fischbek (124 Taten).

Rückgänge gibt es auch bei den Rauschgiftdelikten. 322 Fälle, 66 weniger als im Vorjahr, wurden letztes Jahr in im Bezirk angezeigt. Das ist ein Minus von 17 Prozent. Allerdings ist Drogenkriminalität ein Kontrolldelikt.

Ein weiterer Trost. Mit 50,7 Prozent liegt die Aufklärungsquote im bezrik Harburg an der Spitzenposition. zv

Veröffentlicht 7. März 2016