160228schiffNeuenfelde - Das sieht nach einem Malheur bei der Ausfahrt aus der Sietas-Werft aus. Am Sonntagmorgen kam der Frachter MS Sandnes aus der schmalen Fahrrinne ab, die von der Werft

ins Fahrwasser der Elbe führt. Um 7.40 Uhr meldete der Kapitän, dass das 166 Meter lange und 24 Meter breite Schiff festsitzt. Bis zum Abend lag der Frachter wie ein Fisch auf dem Trocknen. So bot er am Sonntag den Spaziergängern, die das herrliche Wetter genossen, vor allem vom südlichen Ufer aus einen imposanten Anblick. Von dort hatte man nicht nur Blankenese mit dem Leuchtturm am Strandweg als Hintergrund. Die große Schiffsschraube glänzte und funkelte auch in der Sonne. Gegen 19.45 Uhr mit dem Hochwasser gelang es mehreren Schleppern den Frachter von der Schlickbank zu ziehen. Jetzt wird das schiff im Hamburger Hafen auf Schäden untersucht. Warum es zu der Havarie kam, ermittelt die Wasserschutzpolizei. Nach bisherigen Erkenntnissen gibt es keinen Hinweis auf einen technischen Defekt als Ursache für das Unglück.

Einen größeren Einsatz wird es wegen der MS Sandnes nicht geben. Fachleute gehen davon aus, dass sie am Sonntagabend gegen 20 Uhr mit dem Hochwasser wieder frei kommt. Die Schiffe sind, wenn sie die Werft verlassen, unbeladen und haben schon deshalb einen deutlich geringeren Tiefgang, als bei normalen Fahrten.

Welche Schwierigkeiten dann entstehen, war erst vor wenigen Wochen ein paar Kilometer weiter auf der Elbe Richtung Cuxhaven zu sehen. Dort war der Containerfrachter "Indian Ocean" nach einem technischen Defekt aus der Fahrrinne abgekommen und auf Grund gelaufen. Es waren meherer Versuche nötig, um das Schiff mit Hilfe mehrerer Schlepper wieder flott zu bekommen. zv

Veröffentlicht 28. Februar 2016