160203VU4Heimfeld – Schwerer Unfall im Krankenhaus Harburg. Mit einem Renault raste ein Mann am Mittwochvormittag in die riesige Glasfront des neuen Haupteingangs. Dort hielten sich

zu dem Zeitpunkt zahlreiche Patienten und Besucher auf. Neun Menschen, darunter der 63 Jahre alte Fahrer, wurden verletzt. Glück im Unglück: Niemand von ihnen schwebt in Lebensgefahr.

Es war ein ohrenbetäubendes Klirren, als der Wagen gegen 11.15 Uhr die große Glasfront zum neuen Haupteingang durchbrach. Dort befanden sich viele Menschen. Die Eingangshalle ist nicht nur Durchgang, sondern auch Aufenthaltsort und Treffpunkt, an dem es ein kleines Café gibt.

„Das Fahrzeug war ins Foyer hinein gefahren und hatte eine Sitzgruppe touchiert“, sagt Dr. Jürgen Linzer, Chefarzt der Zentralen Notaufnahme „Zum Glück gab es nur Leichtverletzte. Wir haben Unterschenkelfrakturen, Schnittverletzungen und Prellungen.“

Die Verletzten kamen sofort auf Tragen in die Notaufnahme und wurden dort versorgt. Linzer: "Alle sind stabil und werden größtenteils im Laufe des Tages das Krankenhaus wieder verlassen können.“

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Der Wagen steht im Foyer. Fotos: zv

Erste Befürchtungen, dass es sich um einen Anschlag handelt, bestätigten sich nicht.

„Wie es sich darstellt sind wir uns 100 Prozent sicher, dass es sich um einen Unfall handelt“, sagt Prof. Rudolf Töpper, Ärztlicher Direktor in der Asklepios-Klinik. „Es gibt absolut keinen Hinweis, dass es sich um einen Anschlag handeln könnte.“

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Der Haupteingang am Krankenhaus Harburg.

Die Unfallursache blieb zunächst unklar. Zeugen berichten, dass der 63 Jahre alte Fahrer, welcher aus Seevetal stammt, offensichtlich gehbehindert ist und eine Krücke benutzte.

"Gegenüber der Polizei hat der Mann keine Angaben gemacht", sagt Hauptkommissarin Tanja von der Ahé. Der Unfalldienst der Polizei ermittelt, das Fahrzeug wurde sichergestellt. Es soll jetzt auf einen möglichen technischen Defekt hin untersucht werden.

Auch den Führerschein des Unfallfahrers stellte die Polizei sicher. zv

Veröffentlicht 3. Februar 2016

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