151208Liesel1Haubruch – Da müssen die zweibeinigen Kollegen schon mal zupacken und Personenspürhund „Liesel“ über den Zaun helfen. Das tun die gern. Denn „Liesel“ ist ein

echter Experte. Mit seiner feinen Nase ist er zusammen mit Personenspürhund "Trude" am Dienstag auf der Spur von Einbrechern, die an der Scharpenbargshöhe in ein Einfamilienhaus eingebrochen waren. während die Bewohner im Haus schliefen. Die Eheleute wurden wach und riefen die Polizei. Im Rahmen der Sofortfahndung, zu der neun Peterwagenbesatzungen eingesetzt waren, nahmen Beamte einen der Einbrecher an der Cuxhavener Straße fest. In dem Fall hatte „Liesels“ Kollege „Didier“ eine entscheidende Rolle gespielt. Der Polizeihund hatte einen der Einbrecher, einen 38 Jahre alten Albaner, gestellt und dabei in den Hintern gebissen. Der zweite Täter entkam.

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Polizisten heben "Liesel" über einen Zaun. Foto: zv

Die Täter sind Profis und werden von den Ermittlern der Soko Castle, die den Fall übernommen hat,  als Serieneinbrecher eingestuft. Allein drei Taten in der Nacht zum Dienstag werden ihnen im Bereich Scharpenbargshöhe drei und ein weiterer Einbruch im Talweg zugerechnet. Das Markenzeichen der Täter: Es sind Fensterbohrer, also echte Spezialisten, die mit ihrer Technik auch Sicherungen ausschalten können. „Es hat in den vergangenen 14 Tagen verstärkt Einbrüche in dem Bereich und dem angrenzenden Niedersachsen gegeben“, sagt ein Polizist. „Man kann davon ausgehen, dass viele dieser Taten auf das Konto des jetzt festgenommenen Mannes und seiner Komplizen geht.“

Der festgenommene Einbrecher kam vor den Haftrichter. Bislang ist er in Hamburg nicht im Zusammenhang mit Straftaten aufgefallen. Seine Arbeitsweise lässt aber darauf schließen, dass er bereits länger „im Geschäft“ ist. Ermittler gehen davon aus, dass er extra für die Begehung von Einbrüchen angereist ist. Ob der Festgenommene länger in Untersuchungshaft bleiben wird, entscheidet sich bei anstehenden Haftprüfungsterminen. zv