151204MongolSeevetal – Im Zusammenhang mit der Festnahme von Rocker-Boss Erkan U. (37) an der Hoheluftchaussee in Hamburg ist am Freitagvormittag auch das Clubheim der

„Mongols“, das an der Verlängerung des Großmoordamms liegt. „Dort wurde nichts gefunden“, sagt ein Beamter. „Die Gruppe hatte das Domizil offenbar schon aufgegeben.“

Bereits im August war die Halle von der Polizei durchsucht worden. Damals hatten Beamte der Bereitschaftspolizei in einer Blitzaktion acht der Rocker überrascht. Bei der Aktion wurde eine Schussaffe sichergestellt. Der jetzt festgenommene Statthalter der Mongols in Hamburg, Erkan U., war damals an der Winsener Straße vom Mobilen Einsatzkommando in seinem Mercedes ML aufgestoppt und aus dem Auto geholt worden.

Gegen Erkan U. waren in den letzten Monaten mehrere Verfahren wegen Waffenbesitz, Drogenbesitz oder Fahren unter Drogeneinfluss eingeleitet worden. Der Mann selbst gilt bei der Polizei als „unberechenbar“. Durch dauernde Provokationen hatte er offenbar so etwas wie einen Rockerkrieg provozieren wollen. Das hätte auch Harburg treffen können. Hier soll es nach Erkenntnissen der Polizei auch einzelne Modelwohnungen oder Bordelle geben, in denen Prostituierte für Mitglieder der „Mongols“ anschaffen.

Jetzt ist die Rocker-Bande erst einmal kopflos. Erkan U. muss eine auf Bewährung ausgesetzte Reststrafe von etwa zehn Monaten absitzen. Ob in der Zwischenzeit eine weitere Haftstrafe dazu kommt, ist wegen der laufenden Verfahren möglich. zv