151116UweNeugraben - Verwirrung um Uwe Schröer, bislang Stimme und Gesicht der Initiative in Neugraben, die sich gegen die Größe der Mega-Unterkunft mit mehr als 4000 Flüchtlinge

ausspricht. Unter anderem hatte die Bild-Zeitung von einer "Kapitulation" Schröers geschrieben, nachdem seine Frau im Süderelbe Einkaufszentrum angepöbelt worden sein soll. Danach war Schröer von seiner Position als Sprecher der Gruppe zurückgetreten. Ein Eintrag auf der Facebook-Seite der Initiative in dem seinen Schritt begründet, ist von ihm wieder gelöscht worden. "Ich habe es mitgeteilt, wollte dann aber damit den Rummel um dieses Thema beenden", sagt er. Der Rücktritt selbst sei seiner Familie geschuldet. Es habe eine klare Absprache gegeben, dass er diesen Schritt machen wird, wenn es zu Bedrohungen im Zusammenhang mit seinem Engagement kommt. Das er oder seine Frau nicht selbst Anzeige erstatteten habe sehr persönliche, private Gründe, die nichts damit zu tun haben, dass er sich eingeschüchtert fühle. Schröer betont, dass er der Initiative weiter verbunden bleibe, sich für sie engagiere, aber eben nicht mehr die bisherige Position bekleiden wolle.

Die Polizei hat ein Verfahren von Amts wegen eingeleitet. "Der Staatsschutz ermittelt", sagt Polizeisprecher Timo Zill zu dem Fall, da ein politische Motivation der Täter angenommen wird. Der Vorfall selbst ereignete sich nach Kenntnis der Ermittler am 18. November um SEZ.  Es sollen zwei Männer Schröers Frau angesprochen und gedroht haben: "Wenn Dein Mann nicht seine scheiß Nazi-Fresse hält, dann kommen wir Dich mal besuchen." Die Polizei hatungewöhnlich gute Chance Verdächtige zu ermitteln. Die Männer müssen durch einen Bereich gegangen sein, in dem mehrere Überwachungskameras angebracht sind. Deren Aufnahmen werden nun ausgewertet, um Bilder von den Tätern zu bekommen. zv