151108AbsperrHarburg - Der Tod eines fünf Monate alten Säuglings beschäft die Polizei. Der Verdacht: Die 28 Jahre alte Mutter hatte das Gesicht des Kindes abgedeckt, weil es schrie.

Dadurch erstickte der Junge. Jetzt sitzt sie in Untersuchungshaft.

Die Mutter des kleinen Jungen hatte am späten Samstagabend einen Notarzt in ihre Wohnung an der Gaiserstraße gerufen. Der kleine Junge atmete nicht mehr. Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos. Die Mutter wurde vorläufig festgenommen. Sie gab an ihren Sohn ins Bett gelegt und zugedeckt zu haben. Gegen 20.45 Uhr Uhr bemerkte sie, dass etwas nicht stimmte. Laut Polizei gibt es Hinweise, die auf Fremdverschiulden schließen lassen. Die noch für den Sonntag angesetzte Obduktion soll klären, wie der kleine Junge zu Tode kam. Die Mordkommission hat die Ermittlungen übernommen.

Die Wohnung selbst mache, so hieß es aus Ermittlerkreise, nicht den Eindruck, dass eine Kindeswohlgefährdung vergelegen haben könnte. Der Vater des Babys, der am Samstagabend nicht zu Hause war, wurde an seiner Arbeitsstelle benachrichtigt und zunächst vom Kriseninterventionsteam des DRK betreut.

Die Mutter sitzt in Untersuchungshaft. Ihr wird von der Staatsanwaltschaft Totschlag vorgeworfen. Dem folgte der Haftrichter. Nach bisherigen Erkenntnissen der Plizei hatte die 28-Jährige das Gesicht des Jungen mit Decken verhüllt, weil er schrie. Dadurch dürfte das Kind erstickt sein. Die Frau, so der Vorwurf der Staatsanwaltschaft, habe damit den Tod ihres Kindes billigend in Kauf genommen. zv