151103Polizei1Harburg – Mit einem Großaufgebot musste die Polizei am Dienstag an der Schlachthofstraße anrücken. Gruppen aus gleich zwei Zentralen Erstaufnahmen wollten aufeinander losgehen.

Laut Polizei waren Iraker aus der Unterkunft im ehemaligen Fegro-Markt und Syrer aus der gegenüber liegenden ZEA aneinander geraten. Die Polizei setzte auch eine Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit der Bereitschaftspolizei ein.

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Bereitschaftspolizisten rüsten vor der ZEA auf. Fotos: zv

Peterwagenbesatzungen aus dem gesamten südlichen Bereich der Stadt und Mannschaftswagen der Bereitschaftspolizei rückten an, nachdem gegen 14 Uhr eine Schlägerei zwischen verfeindeten Gruppen aus der ZEA im ehemaligen Fegro-Markt gemeldet worden war. Vor Ort schlugen 30 bis 40 Beteiligte aufeinander ein, die erst durch den Einsatz von Pfefferspray getrennt werden konnten. Zwei Verletzte kamen mit Rettungswagen zur Behandlung ins Krankenhaus. Die Polizei nahm zwölf Beteiligte mit zur Wache, um die Situation zu entschärfen. Im anschluss mussten zwei Züge der Bereitschaftspolizei im Umfeld der ZEA´s bleiben, weil neue Auseinandersetzungen befürchtet wurden. Hier waren 25 Peterwagenbesatujngen im Einsatz. Der genaue Grund der Auseinandersetzung zwischen den Angehörigen der beiden Volksgruppen konnte nichtv ermittelt werden.

An der Dratelnstraße blockierten ab 15 Uhr etwa 50 vorwiegend aus Eritrea stammende Flüchtlinge die Fahrbahn, weil sie mit der Unterkunft nicht einverstanden sind. Laut Polizei beklatschten etwa 30 weitere Flüchtlinge vom Bürgersteig aus die Aktion. Aufforderungen die Straße zu räumen, kamen die Flüchtlinge nicht nach. Beim anschließenden Polizeeinsatz schlug laut Polizei einer der Flüchtlinge auf einen Diensthund ein. Der Mann wurde überwältigt. Hier waren 20 Peterwagenbesatzungen im Einsatz. zv

Veröffentlicht 3. November 2015

Atualisiert 4. November 2015