NewYorkHamburgerGummiWaarenHarburg – „Entsetzt“ ist Birgit Stöver über den Umgang der Behörden mit den denkmalgeschützen Gebäuden der ehemaligen New York Hamburger Gummi-Waaren Companie

an der Ecke Neuländer Straße Ecke Nartenstraße, die 1866 nach einem Brand dort gebaut wurden. Sie sind mit Nitrosaminen belastet.

In welchem Umfang will die Behörde nicht sagen. Auf die Kleine Anfrage der Bürgerschaftsabgeordneten der CDU gab der Senat leidiglich preis, dass es bereits elf Untersuchungen zur Schadstoffbelastung gegeben hat. „Über deren Ergebnisse aber gibt der Senat keine Auskunft“, so Stöver. Daraus könne, so die Politikerin, nur geschlossen werden, dass die Werte sich nicht positiv entwickeln. „Ich bin gelinde gesagt entsetzt über die Ahnungslosigkeit des Senats und der Tatenlosigkeit der Harburger Verwaltung bei der Frage: Wie umgehen mit den denkmalgeschützten Gebäuden der alten Gummi-Fabrik?“, sagt Stöver. „Es handelt sich um eindrucksvolle Beispiele der Industriearchitektur, wie der Senat selbst einräumt. Die Gebäude sind tatsächlich ein Schmuckstück im Harburger Binnenhafen – wenn da nicht die latente Gesundheitsgefährdung durch die krebserregenden Nitrosamine wäre.“

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Die ehemaligen NY Hamburger Gummiwaaren. Foto: zv

Für die Gebäude hatte es in den letzten Jahren viele, teilweise hochtrabende Pläne gegeben. Für eine Nutzung müssten die Wände versiegelt werden, um einen austritt von Nitrosaminen zu verhindern. Sichtbar passiert ist bislang nichts. zv