150602BeerentralwegEißendorf – Groß dimensionierte Hindernisse in der Straße, die auch noch an Einmündungen am Ende von starkem Gefälle Autos in den Gegenverkehr führen. Die Anlieger

am Beerentalweg ärgert, wofür im Auftrag des Bezirksamtes die rund 160.000 Euro Steuergelder verbaut werden. Jetzt kommt raus: Die „Verkehrsberuhigung“ hätte nicht nötig getan. Der Beerentalweg war in den letzten zehn Jahren eine völlig unauffällige Straße in dem Wohngebiet. Das geht aus der Antwort des Senats auf eine Kleine Anfrage von André Trepoll (CDU), der das Thema als Fraktionsvorsitzender der CDU in der Hamburger Bürgerschaft zur „Chefsache“ gemacht hatte, hervor. Seit 2005 haben sich danach auf dem zwei Kilometer langen Beerentalweg – er reicht von der Friedhofstraße bis hinter den Langenberg – 146 Verkehrsunfälle ereignet, davon 124 als reine Blechschäden. Bei vier Unfällen mussten Verletzte auch ins Krankenhaus.

Mit den Baumaßnahmen an der Bremer Straße, auch das geht aus den Antworten hervor, waren die Bauarbeiten im Beerentalweg nicht koordiniert worden. Der Grund: Die Strecke war nicht zur offiziellen Umleitungsstrecke erklärt worden.

Auch über die Beteiligung der Anlieger an der Baumaßnahme gibt die Anfrage Aufschluss. Es gab keine. Dafür wurden aber der Seniorenbeirat und die Behindertenarbeitsgemeinschaft informiert. Viele anwohner sind gegen die Baumaßnahmen. Sie befürchten, dass es gerade am Ende der Gefällestrecken zu Verkehrsunfällen kommen wird. „Ich kann die Sorgen der Anwohner gut nachvollziehen“, sagt Trepoll.  „Wieso man eine bisher weitestgehend gut funktionierende Straße, die bisher auch keinen Unfallschwerpunkt darstellt, dermaßen umgestalten muss, erschließt sich nicht.“ Sein Fazit zu der BAumaßnahme: "Unnötig". Interessant: Die Harburger CDU hatte die Planungen im zuständigen Ausschuss mit "durchgewunken". zv