150529ZukunftHarburg  – Das Bezirksamt spielt mit offenen Karten und hat in der Drucksache 20-0686 alle Fakten zur Flüchtlingsunterbringung in Harburg zusammengetragen.

Dass dies immer nur eine Momentaufnahme ist, haben die vergangenen Monate nachhaltig bewiesen. Ein Anruf aus der Innenbehörde, und schon kann sich die Lage wieder ändern.

Dennoch beachtenswert: Zum ersten Mal nennt das Bezirksamt auch Standorte für künftige Flüchtlingscamps, die zurzeit noch auf ihre Eignung geprüft werden, bisher aber noch nicht öffentlich genannt worden sind: Ganz weit vorn ist das Grundstück Cuxhavener Straße 417 (neben dem griechischen Restaurant „Fesstos“). Dort wollte die Sani-Gruppe zunächst einfache Wohnungen für Studenten und Auszubildende („SmartLodges“) bauen, aber schon im Oktober 2014 hatte harburg-aktuell.de berichtet, dass die Pläne möglicherweise geändert werden könnten. Carsten Schulz-Harbecke, SmartLodge-Projektleiter, bestätigte das: „Ja, wir überlegen auch, hier eine Unterkunft für Flüchtlinge zu bauen.“ Inzwischen gibt es laut Bezirksamt sogar schon Verhandlungen  zwischen dem Investor und der Sozialbehörde.

Neben dem Brückenlager des Landesbetriebs Straßen, Brücken, Gewässer (LSBG) am Sinstorfer Kirchweg, das weiterhin auf seine Eignung geprüft wird, werden jetzt auch Flächen am Falkenbergsweg, an der Winsener Straße in Höhe Hausnummer 233 (gleich neben McDonald’s und dem toom-Baumarkt) und am Leuchtkäferweg (Schule Sinstorfer Weg) unter die Lupe genommen.

Die komplette Drucksache  20-0686 ist im Ratsinformationssystem (https://sitzungsdienst-harburg.hamburg.de/bi/allris.net.asp ) in der Tagesordnung des Sozialausschusses am 8. Juni oder in der Textrecherche unter dem Stichwort „Flüchtlingssituation“ zu finden. ag