KlappbrueckewestlBahnhofskanalHarburg – Die Zukunft des Westlichen Bahnhofskanals im Harburger Binnenhafen ist weiter ungewiss. Bleibt er weiterhin ein Hafenteil, in dem auch mal ein Ausflugsdampfer

wie die „Seute Deern“ festmachen kann? Oder wird er wie der Östliche Bahnhofskanal kaputt gespart und wegen einer feststehenden, viel zu niedrigen Brücke nur noch auf Schlauchbooten und ähnlich großen Fahrzeugen erreichbar sein? Der zuständige Landesbetrieb Straßen, Brücken, Gewässer (LSBG) blieb bisher eine Antwort schuldig. Zum zweiten Mal in Folge hat er eine Einladung in den Stadtplanungsausschuss der Bezirksversammlung kurzfristig abgesagt. Nun soll es bei der nächsten Sitzung klappen.

Zunächst wird im Sommer mit der „Sanierung“ der Brücke über den Östlichen Bahnhofskanal begonnen. Wobei „Sanierung“ nicht korrekt ist: Die Brücke wird komplett ausgetauscht. Die Klappbrücke wird aus Kostengründen durch eine feststehende Brücke ersetzt. Danach soll die Brücke über den Westlichen Bahnhofskanal „saniert“ werden. Bisherige Kostenschätzung: 1,1 Millionen Euro.

Inzwischen hat sich aber herausgestellt, dass die Nutzung des Straßenzugs Neuländer Straße/Veritaskai/Kanalplatz als Quasi-Hafenquerspange viel mehr Schaden an der Brücke angerichtet hat als zunächst angenommen. Die „Sanierung“ könnte möglicherweise das Vierfache kosten. Seither steht die Befürchtung im Raum, dass auch diese Klappbrücke festgesetzt wird.

Dagegen wehrt sich die GroKo. SPD und CDU wollen den Fachbehörden „unmissverständlich die unabdingbare Forderung übermitteln“, dass für den Westlichen Bahnhofskanal keine Billiglösung in Betracht kommt. Ob ihre Forderung erhört wird? Der LSBG lässt sie warten. ag