150418LagerHarburg – Nachdem es in und außerhalb der Unterkunft für Flüchtlinge auf dem Schwarzenberg zur Gewalt zwischen dort untergebrachten Albanern und Eritreern

gekommen war, hatte die Politik möglichst getrennte Unterbringungen verschiedener Ethnien und Religionen gefordert. Die Bürgerschaftsabgeordnete Birgit Stöver (CDU) hat jetzt durch eine Kleine Anfrage in Erfahrung gebracht, welche Nationalitäten auf dem Schwarzenberg in der Zentralen Erstaufnahme (ZEA) zusammen leben. Stichtag war dabei der Tag der Auseinandersetzungen. Es handelt sich um Menschen aus 20 Ländern, sowie einem kleinen Teil von Bewohnern, deren Herkunft ungeklärt ist, oder die als staatenlos gelten.

Rund 50 Prozent der Flüchtlinge kommen aus Asien. Die größte Gruppe machen die Syrer mit 24,62 Prozent, gefolgt von Afghanen mit 10,72 Prozent. Flüchtlinge aus anderen asiatischen Ländern machen einen Anteil von unter zehn Prozent aus. Knapp 5,7 Prozent der Flüchtlinge kommen aus Südostasien.

Die zweite große Gruppe der Flüchtlinge kommt mit knapp 40 Prozent aus Europa. Der ganz überwiegende Teil, über 30 Prozent, kommt aus dem Gebiet des ehemaligen Jugoslawiens. 15,57 Prozent sind Flüchtlinge aus dem Kosovo. Der Anteil von Flüchtlingen aus Afrika liegt bei rund 8,2 Prozent. Mit 4,69 Prozent machen dabei die Eritreer die größte Gruppe aus.

Die Anlage ist mittlerweile für bis zu 720 Bewohner ausgelegt.

Zu den Auseinandersetzungen selbst nimmt der Senat wie folgt Stellung: „Am 11. April 2015 kam es gegen 12.30 Uhr in den umliegenden Straßenzügen der Zentralen Erstaufnahmeeinrichtung (ZEA) Schwarzenberg zwischen zwei größeren Personengruppierungen zu heftigen körperlichen Auseinandersetzungen, in deren Verlauf die Personen beider Gruppierungen mit Knüppeln, Besenstielen, Gartenharken, Hantelstangen, Eisenstangen etc. bewaffnet aufeinander einschlugen. Hintergrund war nach ersten polizeilichen Feststellungen ein Streit um die Benutzung einer Waschmaschine am Vortag. Bei Eintreffen der Polizei entfernten sich ca. 20 Personen, die zuvor ebenfalls an den Auseinandersetzungen beteiligt gewesen waren. Nachdem die verbliebenen Personen voneinander getrennt worden waren und sich die Lage beruhigt hatte, wurden die verletzten Personen versorgt und die Personalien der Beteiligten festgestellt. Bei den Personen handelt es sich um Bewohner dieser ZEA.“

 Als Konsequenz wurde der Sicherheitsdienst um vier stellen aufgestockt aufgestockt. Jetzt sind dort am Tag zehn Sund in der Nacht acht Sicherheitsdienstmitarbeiter auf dem Schwarzenberg im Einsatz. Die Polizei fährt und geht regelmäßig Streifen im Umfeld der Unterkunft. Auch die Dienstgruppe „Operative Aufgaben“ ist dort im Eiunsatz. zv