150113SchuleHarburg – Hat sich der Protest der Eltern von der Schule Kerschensteinerstraße gelohnt? Jedenfalls hat die Schulbehörde noch einmal nachgedacht und will nun

in den kommenden Tagen einen „Plan B“ für den bevorstehenden Umzug der Schule vorbereiten. Das hat Schulrat Thorsten Altenburg-Hack im Fachausschuss für Soziales, Bildung und Integration angekündigt.

Noch im Dezember hatte es einen lautstarken Protestmarsch der Eltern durch Harburg gegeben. Ihr Protest richtete sich gegen den Plan der Behörde, wie der Umzug der Schule vom jetzigen Domizil in das 2017 frei werdende Gebäude der Lessing-Stadtteilschule organisiert werden soll. Der Umzug soll in zwei Etappen über die Bühne gehen – weil zum einen die Lessing-Schule nicht von heute auf morgen leer steht, weil zum anderen aber die Goethe-Schule einen Riesenplatzbedarf hat und dringend die Räume der „Kersche“ braucht.

Zunächst sollen die ersten und zweiten Klassen der „Kersche“ in einem provisorischen Holzbau am Schwarzenberg unterrichtet werden. Die „größeren“ Grundschüler blieben zunächst in ihren alten Räumen, würden dort aber nach Ansicht des Elternrats „auf einer Baustelle, ohne Pausenhalle und ohne kindgerechten Schulhof“ unterrichtet.

Das könnte sich mit „Plan B“ ändern. Er sieht vor, alle Klassen der Kersche für die Zeit der Umbauten gemeinsam in einer anderen Schule oder einem anderen geeigneten Gebäude unterkommen zu lassen. Altenburg-Hack: „Das wird allerdings nicht in unmittelbare Nähe des jetzigen Standorts sein.“

Der umfassende Bericht über alle geplanten Schulumbauten war auf einen Antrag der CDU-Bezirksabgeordneten Helga Stöver zurückgegangen, die die Proteste der Eltern von der Kerschensteinerstraße aufgegriffen hatte. Der recht offensiv formulierte Antrag sparte nicht mit Kritik an dem geplanten Umzug.  Das passte Koalitionspartner SPD aber nicht. Und so wurde daraus ein gemeinsamer Antrag zu allen Schulumbauten im Bezirk. ag