141024MarekHarburg – Aufatmen bei den Harburger Grünen: Mit der einstimmigen Wahl von Jürgen Marek (Foto) zum neuen stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden und dem einstimmigen

Beschluss, auf eine Rotation im Fraktionsvorstand zu verzichten, ist die Partei wieder Ruhe eingekehrt. In den vergangenen Tagen hatte der bisherige Fraktionsvize Kay Wolkau für Schlagzeilen gesorgt, als er den Grünen den Rücken zukehrte, sich den Neuen Liberalen anschloss und dies unter anderem damit begründete, in seiner früheren Partei gebe es nicht genügend Meinungsfreiheit.

„Die einstimmige Wahl von Jürgen Marek zeigt deutlich, dass die von Wolkau in der Presse erhobenen Vorwürfe völlig haltlos sind und lediglich seine eigene, etwas merkwürdige Einschätzung der Mehrheitsverhältnisse innerhalb der Fraktion belegen“, sagt Fraktionschefin Britta Herrmann.  Jürgen Marek wird noch deutlicher:  „Und nach allem, was wir mit Wolkau seit der Wahl erlebt haben, könnten auch wir seine politischen Reife und vor allem sein Demokratieverständnis in Frage stellen. Aber wir verzichten auf diese Art der unsachlichen Auseinandersetzung gerne und gehen zur konstruktiven Arbeit über.“

In einem Zeitungsinterview hatte Wolkau unter anderem Fraktionschefin Herrmann Unreife vorgeworfen, vergisst aber zu erwähnen, dass er es in seiner Zeit als Fraktionsvorsitzender nicht geschafft hatte, seine Parteifreunde zu überzeugen. Dass er  bei der Wahl des neuen Fraktionsvorstands deutlich mit zwei gegen fünf Stimmen unterlag, führt Wolkau indes unter anderem auf „überbordenden Feminismus“ zurück. Für Verwirrung bei Insidern sorgt auch Wolkaus Anmerkung, es habe „durchaus geeignetere Frauen für den Listenplatz eins und damit auch für den Fraktionsvorsitz gegeben“.Damit kann nur die erfahrene Heinke Ehlers gemeint sein. Nur für sie hatte sich Wolkau bei der Kandidatenaufstellung mit keinem Wort eingesetzt.

Jürgen Marek wohnt in Marmstorf, ist verheiratet und hat einen erwachsenen Sohn. Er wurde 1950  in  Wilstorf, geboren. Nach einem Studium der Fächer Biologie, Chemie und Erziehungswissenschaften hat er 35 Jahre am Rönneburger Alexander-von-Humboldt-Gymnasium als Lehrer und später auch als Schulleiter gearbeitet. Inzwischen ist Oberstudiendirektor pensioniert  ag