141002TUHHHarburg – Schade. Was als informative Veranstaltung zu der großen Flüchtlingsunterkunft auf dem Schwarzenberg gedacht war, bei der man sich den

Fragen der Anwohner stellt, ist augenscheinlich zur politischen Bühne linker Gruppen verkommen. Während man sich beim Binnenhafenfrühstück noch Transparente verbat, nahm man sie in der Technischen Universität hin, die im Hauptgebäude einen Raum zur Verfügung gestellt hatte. Viel schlimmer: Wer nicht auf der Linie der linken Szene war, wurde gleich zu Beginn von der ausgebuht. „Ich bin nicht hergekommen, um mich niederzubrüllen lassen“, sagt dann auch Harburg Ex-Handwerksmeister Dierk Eisenschmidt, der darauf verzichtete eine Frage zu stellen. Er hielt zumindest durch bis die Veranstaltung ihr Ende gefunden hatte. Andere Teilnehmer verließen vorzeitig den Raum. Damit war die Bahn frei für die Politszene, wie ein ehemalige Bezirksabgeordneter der Linken, der sich für ein Umwidmung des Schwarzenbergs in eine dauerhafte Fläche für Flüchtlingsunterkünfte stark machte, bei der er eine Belegung mit Roma und Sinti favorisierte, weil man von der Volksgruppe viel lernen könne.

Das wird nicht passieren. „Der Schwarzenberg-Platz ist eine Veranstaltungsfläche und das soll auch so bleiben“, versprach Bezirksamtsleiter Thomas Völsch. Die Nutzung als Wohnunterkunft sei befristet bis zum Frühjahr. Völsch: „Die Bautage und das Vogelschießen werden dort stattfinden.“

Für sie neue Fakten erführen die Zuhörer auch. Bereits am Freitag werden die ersten 150 Menschen die Wohncontainer beziehen. 150 weitere werden Anfang nächster Woche ankommen. Auch wurde die Standortwahl begründet. "Wir konnten nicht mehr länger warten und mussten die Wohnunterkunft auf dem Schwarzenberg errichten", sagte Johanna Westphalen, Leiterin des Einwohner-Zentralamtes: "2600 Menschen sind derzeit in den zentralen Notaufnahmen in Hamburg untergebracht - und es werden jeden Tag mehr. Die Menschen suchen Hilfe und müssen irgendwo angemessen untergebracht werden."

Neben Fragen gab es auch Angebote aus den Reihen der Zuhörer. Einige wollten wissen, wie man den Flüchtlingen mit ehrenamtlichen Tätigkeiten oder Spenden helfen kann. Das soll demnächst bekanntgegeben werden zv/cb