140825KruegerHarburg – Die beiden Parlamentarischen Geschäftsführer der CDU-Bürgerschaftsfraktion sind für den kommenden Wahlkampf sicher untergebracht: Birgit Stöver ist

Spitzenkandidatin für den Wahlkreis Harburg, André Trepoll hart die Pole-Position in Süderelbe. Und danach? Danach hat die Hamburger CDU offenbar weniger Lust, einen Kandidaten aus Harburg an aussichtsreicher Position auf der Landesliste abzusichern.

Bei der Bürgerschaftswahl 2011 war die CDU nach der geplatzten Koalition mit den Grünen und nach Christoph Ahlhaus, dem „kürzesten“ Ersten Bürgermeister aller Zeiten, im Keller. Sie bekam nur knapp 22 Prozent der Stimmen. Selbst wenn es am 15.  Februar 2015  erhebliche Zuwächse geben sollte, dürfte nur die ersten sechs Plätze auf der Landesliste eine sichere Bank sein. Aber DRK-Kreisgeschäftsführer Harald Krüger landete am Wochenende nur auf Platz zehn.

Damit ist ein „Deal“ unter den Harburger Kandidaten wohl geplatzt. Birgit Stöver, André Trepoll und Harald Krüger hatten sich vorher zusammengesetzt und eine gemeinsame Strategie verabredet. Um jegliche „Kannibalisierung“ zu vermeiden, sollten Trepoll und Stöver jeweils in ihren Wahlkreisen antreten, dafür aber auf einem Platz auf der Landesliste verzichten. Umgekehrt sollte sich Krüger nur für die Landesliste bewerben, aber nicht als Direktkandidat antreten.

Krüger ist in diesem Fall der weinende Dritte. Nach dem Frust, als angesehener Gesundheitsexperte der Bürgerschaftsfraktion 2011 im Ahlhaus-Strudel aus dem Landesparlament zu fliegen, folgt jetzt die Enttäuschung. Aufgegeben hat Krüger indes noch nicht: „Ich stell mich auf einen Personenwahlkampf ein, da kann man noch ein paar Plätze gutmachen.“ ag