140812IwonaHarburg – Bürgerbeteiligung – es gibt sie doch noch! Nachdem die Bürgerinitiative Wetternstraße Alarm geschlagen hatte, weil bei der Einladung für den

Runden Tisch zur Zentralen Erstaufnahmestation für Flüchtlinge (ZEA) in Harburg ein längst nicht mehr aktueller Verteiler verwendet worden war, lenkt das Bezirksamt jetzt ein. In einer Mail an fördern &wohnen hat sich Bezirksamtsleiter Thomas Völsch heute für einen „erheblich“ früheren Termin für den nächsten Runden Tisch eingesetzt. Eigentlich sollte dieser erst im Februar 2015 stattfinden.

Der erste Runde Tisch, an dem erstmals auch über Erfahrungen mit der ZEA gesprochen werden sollte, hatte wie berichtet ohne die Anwohner stattgefunden. Ob Iwona Mazurkiewicz (Foto), Sprecherin der Bürgerinitiative, die Mail mit der Einladung jemals erhalten hat, kann nicht mehr geklärt werden. Leider hatten weder das Bezirksamt noch fördern & wohnen als Veranstalter des Runden Tischs nachgefragt, warum sich nicht ein einziger Anwohner angemeldet hatte.

Beim nächsten Versuch, für den Runden Tisch ordnungsgemäß, mit garantiert richtigen Mailadressen und vor allem nicht irgendwelche „Karteileichen“ einzuladen, müsste es besser klappen. Nach Informationen von harburg-aktuell.de hat sich der Harburger „Koordinator für Flüchtlingsfragen“ heute  um einen neuen Verteiler bemüht. Ob das zu seinen Aufgaben gehört, war zunächst unklar. Eine Anfrage von harburg-aktuell.de an die Pressestelle des Bezirksamts wurde entweder übersehen oder bewusst nicht beantwortet. Erst auf Nachfrage kam diese Auskunft: „Der Koordinator für Flüchtlings- und Asylbewerberangelegenheiten ist derzeit unter anderem befasst mit den Fragen zur Zentralen Erstaufnahme (ZEA) sowie mit Fragen zur Geeignetheit und zur Umsetzung von Flächen für die Unterbringung von Flüchtlingen. Für bestehende und geplante Einrichtungen werden von ihm Fragen zur Integration in die soziale Infrastruktur des jeweiligen Sozialraums bearbeitet.“ ag

 

Veröffentlicht am 12. August 2014