Rathaus2Harburg - Der Kreisvorstand der SPD hat sich entschieden. Die CDU ist der Wunschpartner der Sozialdemokraten für die kommenden fünf Jahre. Mit ihr werden,

so der Beschluss, die Koalitionsverhandlungen aufgenommen. Damit hat man den Grünen einen Korb und die Quittung für die Vorstandsquerelen gegeben, die so glaubt man Insidern, bei den Grünen deutlich stressiger abgelaufen sind, als deren Pressemitteilung glauben machen wollte.

Jürgen Heimath, Fraktionschef der SPD, betont, das man sich „sachbezogen“ für die CDU entschieden hätte. Außerdem bestünde gegenseitiges „Vertrauen“. Ein weiterer Grund dürfte auch die mit zwei Stimmen eher dünne Mehrheit sein, die man bei einer rot-grünen Koalition im Harburger Rathaus gehabt hätte. Das ist bei dem Fraktionschefgerangel bei den Grünen, das die kleine Partei in zwei Lager gespalten hat, ein Risiko. Daneben hatte die SPD auch in den eigenen Reihen offenen Krieg, der jederzeit wieder ausbrechen kann. Auch das kann Abweichler produzieren.

Bei den Grünen ist man über die Entscheidung enttäuscht. Thematisch sieht man sich auf einer Wellenlänge.

Die CDU ist auf Koalitionskurs. „Wir haben am Montag alle Gremien eingeladen. Fraktion, Fraktionsvorstand und Kreisausschuss kommen zusammen“, sagt Kreischef Ralf-Dieter Fischer. „Wir geben die Empfehlung in ernsthafte Koalitionsverhandlungen einzutreten.“ Fischer setzt darauf, dass die gut verlaufen. „Wir haben tiefe und breite Gespräche geführt. Ich selbst habe die Entscheidung der SPD nach den Gesprächen der letzten Tage auch so erwartet." Mit der CDU gehe es nicht um einen Radweg oder eine Tempo-30 Zone. auch sei man nicht an irgendwelche Bürgerinitiativen gebunden. „Wir sehen die strukturelle Probleme, die für Harburg gelöst werden müssen“, so Fischer. Dabei gehe es um den erhalt wichtiger Institutionen. Auch die Unterbringung von zukünftigen Asylbewerbern, verbunden mit neuen Unterkünften, müsse gelöst werden.  Da sei es besser, die Entscheidung für Standorte werde in Harburg gefällt und nicht in der Fachbehörde in Hamburg. Zudem, so Fischer, funktioniere eine Koalition nur, wenn es auf der persönlichen Ebene stimmt. Und die stimmt zwischen ihm und Heimath. zv

Veröffentlicht 11. Juli 2014