RadiFiHarburg – Jede Stimme zählt. Bei der Personenwahl stellt sich heraus, wer ankommt und wer eine Wahl-Niete ist. Harburgs Politiker mit der größten Wählergunst ist Ralf-Dieter Fischer

von der CDU. 1.597 Wähler gaben ihm, statistisch, ihre fünf Stimmen. Er liegt noch vor Jürgen Heimath vom Wahlgewinner SPD, der 1.507 persönliche Wähler hat. Die Nummer 3 ist wieder ein CDU-Mann. Rainer Bliefernicht gaben 917 Wähler ihre Stimmen. Dann kommt Sabine Böddinghaus von den Linken, für die 527 Wähler stimmten. Sie partizipierte ganz offensichtlich von dem schlechten direkten Abschneiden ihrer Mitstreiter. 505 Wähler gaben Manfred Schulz (SPD) direkt ihre Stimmen. Das ist Platz 5. Immerhin 478 Wähler haben sich voll und ganz für Britta Hermann von den Grünen entschieden. Einen echten Achtungserfolg hat Victoria Pawlowski von der FDP errungen, der statistisch 387 Wähler ihre fünf Stimmen gaben. Das ist Platz 6 unter den 165 Kandidaten, die zur Bezirkswahl in Harburg antraten.

Die SPD konnte 45.923 Stimmen für sich verbuchen. Weil jeder Wähler gleich fünf Stimmen hat, stehen dahinter statistisch 9185 Menschen, die den Sozialdemokraten ihre Stimme gegeben haben. Die unangefochtene Nummer 1 ist Jürgen Heimath, der 7.536 Stimmen für sich verbuchte, die er über die Bezirksliste holte. Die Nummer 2 ist Manfred Schulz, der 2.527 Stimmen direkt holte. Das Schlusslicht bei der SPD ist Lars Idkowiak. 78 Stimmen entfielen auf ihn. Die bringen keine 16 Wähler zusammen. Muammer Kazanci, der wegen seines schlechten persönlichen Abschneidens spektakulär aus der Bezirksversammlung ausscheidet, hat 848 Stimmen bekommen. Das ist bei der SPD in der Bezirksliste mit Abstand das schlechteste und einzige unter 1000 Stimmen liegende Ergebnis. Zumindest hat er treue Fans. Die lobten ihn in sozialen Netzwerken als einen der ganz Großen in der Politik.

Bei der CDU ist Ralf-Dieter Fischer der Stimm-Titan. 7.984 Stimmen, mehr als der Spitzenmann der SPD, holte der Kreisvorsitzende der Union. Der umtriebige Rainer Bliefernicht aus Marmstorf konnte 4.584 Stimmen für sich verbuchen. Schlusslicht der Christdemokraten ist Renate Riggers geworden, die auf 137 Stimmen kam.

Bei der Grünen bekam erwartungsgemäß Spitzenkandidatin Britta Hermann die meisten Stimmen, 2.390. Kay Wolkau, bislang Fraktionsvorsitzender wurde über die Bezirksliste von Jürgen Marek geschlagen. Wolkau bekam 1.471, Marek 1.887 Stimmen. Ökologisches Schlusslicht ist Parvin Schroeder, die 48 Stimmen bekam.

Die Linken haben offensichtlich wenig persönliche Fans. Allein Sabine Böddinghaus bekam als Spitzenkandidatin 2.633 Stimmen. Die Nummer 2 ist der mit 538 Stimmen weit abgeschlagene Jörn Lohmann. Links hinten liegt Jürgen Duenbostel, der gerade mal 48 Stimmen, also keine zehn Wähler auf sich verbuchen konnte.

Bei der FDP ist Victoria Pawlowski mit 1.935 Stimmen die unangefochtene Nummer 1. Der bisherige Fraktionschef und Spitzenkandidat der Liberalen, Carsten Schuster bekam gerade mal 1.064 Stimmen. Ralf Kempgen mit 59 Stimmen ist das Schlusslicht.

Bei der AfD ist Spitzenkandidat Peter Paul Lorkowski mit 862 Stimmen an der Spitze. Keiner der zehn Kandidaten der Partei bekam unter 200 Stimmen. dl

 So viele Menschen haben die einzelnen Parteien gewählt:

SPD 9.185

CDU 6.028

Grüne 2.650

Linke 1.499

FDP 1.170

AfD 838

Piraten 212