140404AfD2Hausbruch – Da dürften die bisherigen Parteien aus der Bezirksversammlung neidisch Richtung Jägerhof geschielt haben. Volles Haus bei der Alternative für Deutschland (AfD),

die ihren Spitzenkandidaten für die Europawahl, Bernd Lucke, aufgeboten hatte. Alle Plätze im großen Saal waren voll belegt, 140405AfDals der Professor für Makroökonomie der Universität Hamburg seine Rede hielt. In den hinteren Reihen waren extra Stühle zugestellt worden, damit alle sitzen konnten. Bemerkenswert: Im Gegensatz zu anderen Parteien, bei denen oft ein nicht unerheblicher Teil der Zuhörer von Parteimitgliedern gestellt wird, dürfte bei der Veranstaltung der AfD die Masse der Teilnehmer nicht parteigebunden gewesen sein. Die im Februar 2013 gegründete AfD hat wenig Mitglieder. Die Zahl wurde bundesweit im Februar mit rund 17.500 angegeben.  Zum Vergleich: Die FDP hat  rund 57.000, die Grünen etwa 61.500, die CDU über 468.000 und die SPD fast 475.000 Mitglieder in Deutschland.
Vor der Tür standen sich Polizei und bis zu 30 Angehörige der linken Szene gegenüber. Sie wollte die Veranstaltung stören. Zwischenfälle gab es nicht.
Lucke, der bis Ende 2011 Mitglied der CDU war und dort wegen der Euro-Rettungspolitik ausstieg, stellte seine Rede erwartungsgemäß stark auf die Europa-Politik ab. Themen rund um die Bezirkswahl blieben im Hintergrund. Hier ist die AfD bislang schwach aufgestellt. Politiker anderer Parteien gehen aber davon aus, dass die AfD in der nächsten wird. zv