140226HeimathHarburg – Die Harburger Genossen lassen ihren Fraktionschef in der Bezirksversammlung nicht fallen. Der Kreisvorstand hat jetzt Jürgen Heimath als Spitzenkandidat

für die Bezirksliste nominiert. Das letzte Wort haben Vertreter aller Harburger SPD-Distrikte. Die treffen sich am Freitag, um die gemeinsame Kandidatenliste für die Wahlen zur Bezirksversammlung Ende Mai.

Zweifel an Heimaths Eignung als Spitzenkandidat hatte vor Wochen sein eigener Distrikt Harburg-Mitte gesät, als für den Wahlkreis Harburg/Neuland/Gut Moor plötzlich Martin Semir Çelik gegen Heimath kandidierte und auch mehr Stimmen bekam. Jetzt hat der Kreisvorstand diesen Eindruck nachhaltig korrigiert und sich entschlossen hinter Heimath gestellt.

Auf Platz zwei folgt Barbara Lewy als Vertreterin des Bereichs Süderelbe, auf Platz drei Kreisvorsitzender Frank Richter. Er strebt zum ersten Mal einen Sitz in der Bezirksversammlung an. Die nächsten Plätze: Ronja Schmager, Sören Schinkel, Dagmar Overbeck und – erst dann – Muammer Kazanci, Vorsitzender des Stadtplanungsausschusses.

Die Positionen von Frank Richter und Muammer Kazanci sind im Protokoll der Kreisvorstandssitzung allerdings mit einem Vermerk versehen. Darin wird eine Kampfkandidatur Kazancis gegen Richter um Platz drei angekündigt. Der Verlierer verzichtet auf weitere Kampfkandidaturen und bewirbt sich schließlich um Platz sieben.

Das Duell Richter gegen Kazanci ist ein Duell der beiden aktuellen Lager in der Harburger SPD: Die Anhänger des Kreisvorsitzenden und stellvertretenden Landesvorsitzenden gegen die Fuß-Truppen, also jene Genossen, die sich um den Bezirksabgeordneten Torsten Fuß und den ehemaligen Bezirksamtsleiter Michael Ulrich scharen, um den Machtwechsel in der Harburger SPD voranzutreiben.