091217B75Harburg - Einen Ausbau der Bremer Straße wird es nicht geben. Das geht aus der Antwort des Hamburger Senats auf eine Kleine Anfrage des Bürgerschaftsabgeordneten Sören Schumacher (SPD) hervor. Was dem SPD-Politiker nicht gefällt: Der Senat geht davon aus, dass eine Verlegung der Wilhelmsburger Reichsstraße keine Auswirkung auf das Verkehrsaufkommen haben wird. „Womöglich ist der Senat in seiner Antwort so wortkarg, weil er sich darum noch keine Gedanken gemacht hat. Darin würde sich ein bemerkenswertes Desinteresse an den lärmgeplagten Anwohnern zeigen“, ist seine Interpretation. Kritik übt Schumacher auch, weil die letzte Zählung der LKWs auf der Bremer Straße am 8.März 2008 gegeben hat. Deshalb ließe sich die Entwicklung des Verkehrsaufkommens in den vergangenen nahezu zwei Jahren nicht nachweisen. „Man könnte vermuten“, so Schumacher, „dass es dem Senat ganz recht ist, hier keine Zahlen nennen zu können.“ Verkehrsexperten sehen das ganz anders. „Durch die Krise ist der Lkw-Verkehr auf jeden Fall rückläufig“, sagt Matthias Schmitting vom ADAC-Hansa. Das wäre allein schon durch die hohen Abmeldungszahlen von Fahrzeugen in der Speditionsbranche bedingt. „Man kann auch für die nahe Zukunft mit weiter rückläufigen Zahlen beim Lkw-Verkehr rechnen.“
Weitere Kritik übt Schumacher an der Aussage des Senats, dass an der Bremer Straße keine festen Blitzampeln aufgestellt werden sollen. „Es ist überhaupt nicht einzusehen, dass es derartige Kontrollen auf anderen Bundesstraßen in Harburg gibt, nicht aber an der Bremer Straße“, meint Schumacher. zv