140114radifiHarburgRalf Dieter Fischer sitzt fest im Sattel. Seit 2001 ist der Fischbeker Anwalt Kreisvorsitzender der CDU Harburg, und nun hat ihn der Kreisausschuss

der Partei für weitere zwei Jahre in seinem Amt bestätigt. Nur zwei Delegierte stimmten gegen Fischer.

 „Das heißt nicht, dass ich auch tatsächlich die nächsten zwei Jahre Kreisvorsitzender bleibe“, sagt Fischer. Er habe die Jüngeren häufiger aufgefordert, Verantwortung zu übernehmen. Bisher habe sich aber keiner aufgedrängt.

Sollte sich in nächster Zeit ein Nachfolger für Fischer finden, bedeutet das noch langen nicht das Ende seines politischen Engagements. Fischer: „Ich werde wieder als Fraktionsvorsitzender kandidieren. Und zwar für die volle Legislaturperiode von fünf Jahren.“ Am Ende wäre Fischer dann 71 Jahre alt und hätte damit einen seiner Vorgänger, den im April 2012 verstorbenen Günther Boyer übertroffen. Boyer war mehr als 30 Jahre Bezirksabgeordneter und beendete seine politische Karriere mit 67Jahren.

Und wer könnte Fischers Nachfolger als CDU-Kreisvorsitzender werden? „Verdächtig“ sind immer die Stellvertreter, allerdings gab es auch hier Veränderungen. Inge Ehlers, kandidierte nach zehn Jahren nicht mehr als Kreisvize, dafür wurde André Trepoll als neuer Fischer-Stellvertreter neben Rainer Bliefernicht gewählt. Damit dürfte Trepoll jetzt die Pole position im Rennen um den nächsten Kreisvorsitz haben.

Welche Ambitionen DRK-Kreisgeschäftsführer Harald Krüger hat, bleibt unklar. Keine Frage, Krüger will zurück in die Bürgerschaft. Er bleibt jedenfalls Schatzmeister der Harburger CDU und hat damit weiterhin den besten Überblick über die Aktivitäten in seinem Kreisverband. Birgit Stöver, die sich wie Trepoll in der Bürgerschaft viel Ansehen erworben hat, ist jetzt Schriftführerin der Harburger CDU.

Fischer sieht in der Wahl des Kreisvorstands ein „eindrucksvolles Zeichen der Geschlossenheit“ der Harburger CDU. „In Zeiten, in denen sich politische Konkurrenten in Grabenkämpfe mit persönlichen Verletzungen zurückziehen, ist dies auch für die Harburger ein deutliches positives Signal im Hinblick auf die bevorstehende Wahl zur Bezirksversammlung“, sagt Fischer. ag