140119PolitomaHarburg – Wenn alles klappt ja dann, dann hat Harburg die wohl älteste Abgeordnete die deutschlandweit in einem Rathaus oder Parlament sitzt. 99 Jahre ist  Wilma Stöterau (Foto) alt.

Im Mai will sie es noch einmal wissen. Dann steht sie als Direktkandidatin der FDP für die Bezirksversammlung auf dem Wahlzettel. Sollte sie ein Mandat bekommen, wird sie als 100-Jährige in die Bezirksversammlung einziehen.

Wer ist die alte Dame aus Hausbruch? „Sie ist meine Großmutter“, verrät Immo von Eitzen, aktiver Bezirksabgeordneter und Mitglied im Kreisvorstand der FDP. Vor gut zwölf Jahren ist sie zur Politik gekommen. Natürlich wurde sie Mitglied in der FDP wie ihr Enkel. 2008 war Wilma Stöterau sogar zur Bürgerschaftswahl angetreten. Die letzte Bürgerschaftswahl pausierte sie. „Da war sie nicht so gut zuwege“, sagt ihr Enkel. Jetzt ist die alte Dame wieder fit. Die politischen Aktivitäten gehen weiter. „Wenn sie tatsächlich gewählt wird, bekommt sie das auch hin“, ist sich von Eitzen sicher. Sicher ist er sich auch, dass das Landeswahlamt noch einmal nachfragen wird, ob das Alter der Kandidatin stimmt. „Unsere Landesgeschäftsstelle fragt auch regelmäßig wegen des Alters nach“, so von Eitzen.

Die reellen Chancen für die 99-Jährige sind allerdings nicht ganz so gut. Sie wurde auf den letzten Platz der Liste der Direktkandidaten gesetzt. Nummer 1 ist Carsten Schuster (40), amtierender Fraktionsvorsitzender, der sich in einer Kampfkandidatur knapp gegen Peter G. Bartels (63) aus Neuenfelde durchsetzen konnte, der auf Platz 2 gesetzt ist. Es folgen Günther Rosenberger (66) aus Neugraben und Viktoria Pawlowski (22) aus Langenbek, die in der Kampfkandidatur um Listenplatz 2 unterlag. Auf den weiteren Plätzen folgen Steffen Langenberg (59) aus Hausbruch, Henrik Sander (44) aus Eißendorf, Helmut von Eitzen (65) aus  Hausbruch, Ralf Kempgen (38) aus Neugraben, Stefanie Hartun (48) aus Neuenfelde) und eben Wilma Stöterau. Ziel der FDP ist übrigens ein Wahlergebnis von mehr als 6 Prozent. dl