131109RichterHarburg – Bei der Kandidatenkür für die Bezirksversammlung werde es einige faustdicke Überraschungen geben, unkte ein SPD-Insider vor Wochenfrist. Die erste ist jetzt

da: Kreisvorsitzender Frank Richter bewirbt sich um ein Mandat! Und die nächste Überraschung folgt sogleich: Nach Informationen von harburg-aktuell gab es bei einer internen Abstimmung im Distriktvorstand der Heimfelder SPD kein klares Votum für den Kreisvorsitzenden. Es soll ein Patt zwischen Richter und dem Bezirksabgeordneten Michael Dose gegeben haben.

Die Personalie Frank Richter hat Brisanz. Immerhin ist der 48 Jahre alte Anwalt nicht nur Harburger Kreisvorsitzender, er ist auch stellvertretender Landesvorsitzender der Hamburger SPD. Allerdings hat er vor knapp einem Jahr auch eine empfindliche Niederlage einstecken müssen: Bei der Kür des Bundestagskandidaten für den Wahlkreis Harburg/Bergedorf/Wilhelmsburg zog er gegen Metin Hakverdi den Kürzeren, wenn auch mit einem sehr respektablen Ergebnis. Im Vorfeld war Richter häufiger die fehlende parlamentarische Erfahrung vorgeworfen worden, da er weder in der Bezirksversammlung noch in der Bürgerschaft gesessen hatte. Das will Richter offenbar nachholen, für Insider ein Indiz, dass er in vier Jahren wieder gegen Hakverdi antreten will.

Richter will das alles nicht kommentieren, bestätigt aber seine Kandidatur für die Bezirksversammlung: „Ob ich aufgestellt werde und auf welchem Platz, das entscheidet einzig und allein die Mitgliederversammlung des Distrikts Ende des Monats.“ Es dürfte klar sein, dass ein Kreisvorsitzender seine Zeit in der Bezirksversammlung nicht als Hinterbänkler verbringen will. Der jetzige Fraktionschef Jürgen Heimath sieht das gelassen: „Es ist das gute Recht von Frank Richter, sich für ein Mandat in der Bezirksversammlung zu bewerben.“